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Die mobile Jukebox: Das Radio ist bei Autofahrern immer noch am beliebtesten. Foto: Kai Remmers

Musik im Auto: Radio schlägt MP3 und Smartphone

Viele Autofahrer schwören auf das klassische Entertainment: Weit mehr als jeder Zweite hört Musik überwiegend über das Radio. Die Minderheit nutzt MP3-Player und Smartphones. Doch egal, wo die Musik spielt: Ist sie zu laut, droht Ärger mit der Polizei.

München (dpa/tmn) - Autofahrer hören Musik am liebsten ganz klassisch über das Radio. Die Mehrheit (60 Prozent) setzt laut einer eine repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact auf diese Technik.

Etwa jeder Sechste (16 Prozent) spielt Lieder lieber über MP3 ab, zum Beispiel über eine Adapterkassette oder den Funksender eines MP3-Players. Nur jeder Zehnte (10 Prozent) nutzt sein Smartphone. Kaum jemand (0,3 Prozent) verwendet noch überwiegend Kassetten. Im Auftrag des Vergleichsportals Autoscout24 wurden 1035 Autofahrer zwischen dem 10. und 13. Juli befragt.

Dabei gibt nur jeder Hundertste (1 Prozent) an, im Wagen keine Musik zu hören. Die anderen singen hingegen mit (73 Prozent) und trommeln gerne auf ihrem Lenkrad herum (52 Prozent). Genervt ist jedoch jeder Fünfte (20 Prozent) von der ständigen Werbung. Mehr als jeder Sechste (15 Prozent) mag die Eintönigkeit der Lieder nicht. Verkehrsmeldungen stehen hingegen hoch im Kurs: So weiß mehr als jeder Zweite (57 Prozent) aktuelle Informationen über den Verkehrsfunk zu schätzen.

Auch wenn Musik für gute Stimmung am Steuer sorgt: Allzu weit drehen Autofahrer das Radio besser nicht auf. Zu laute Töne stören nicht nur die Umwelt, sie überdecken auch wichtige Geräusche im Verkehr. "Autofahrer müssen stets in der Lage sein, das aktuelle Verkehrsgeschehen mitzubekommen, um im Fall des Falles schnell und richtig reagieren zu können", erklärt Josef Harrer vom Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD).

Motorgeräusche, Warnsignale anderer Autofahrer und Blaulichtfahrzeuge müssen wahrgenommen werden können. Ist das Gehör durch die Musik zu stark beeinträchtigt, müssen Autofahrer ein Bußgeld in Höhe von zehn Euro zahlen. 20 Euro werden fällig, wenn sie ein Einsatzfahrzeug blockieren.

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