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Die jüngste Generation bietet zudem dank Internetanbindung Funktionen wie Parkplatzsuche und Benzinpreisvergleich.

TV und Parkplatzsuche

Den Weg finden sie alle - doch mittlerweile können Navigationsgeräte mehr als nur Routenplanung. Einige Geräte lassen sich etwa als Fernseher nutzen.

Die jüngste Generation bietet zudem dank Internetanbindung Funktionen wie Parkplatzsuche und Benzinpreisvergleich.

Der Trend geht zu sogenannte Live-Diensten. Das Navi erhält dabei seine Daten über ein GSM-Modul. Die Geräte bekommen also über das Mobilfunknetz Informationen. Hersteller wie Navigon, Garmin oder Tom- Tom bieten bereits solche Dienste an.

Gerade wenn es darum geht, Staus zu umfahren, bietet eine Mobilfunk- Verbindung Vorteile. Denn Stauwarndienste wie TMC und TMCpro, die über UKW ausgestrahlt werden, übermitteln Infos zur Verkehrslage nur mit zeitlichen Abstand. Die größte Neuigkeit bei Navigationsgeräten sind intelligente Routing- Funktionen, mit denen sich tageszeitabhängig Staus umfahren lassen.

Bei einer Prüfung der Live- Dienste durch die Stiftung Warentest („test“ 06/2010) hat das Angebot von Tom- Tom am besten abgeschnitten. „TomTom HD Traffic“ bietet detaillierte Staumeldungen und ein genaues Abbild der aktuellen Verkehrslage. Möglich wird dies durch eine Kooperation mit Vodafone, bei der TomTom anonyme Daten aus dem Mobilfunknetz zieht und zusammen mit den Auswertungen der TMC- und TMCpro- Dienste ein dynamisches Verkehrsbild erzeugt. Ein weiterer Trend sind ortsbezogene Dienste, sogenannte „location based services“. So können Fahrer zu ihrer geplanten Route freie Parkplätze oder Benzinpreise abrufen. Diese Echtzeitinformationen dienen vor allem Vielfahrern.

Viele Navis haben zudem Reise- und Städteführer an Bord, bei denen Erklärungen zu Sehenswürdigkeiten auf der Karte erscheinen. Aber der gedruckte Reiseführer kostet im Gegensatz dazu auch nur ein paar Euro mehr.

Auch außerhalb des Autos können Navis nützlich sein. Das Feature „StadtAktiv“ von Falk bietet Reisenden in Großstädten Informationen zum öffentlichen Nahverkehr. So sind Fahrpläne von U-Bahn, S-Bahn oder Bus abrufbar. Zusätzlich kann man auf das Netz der Deutschen Bahn zugreifen. Und die integrierte Google-Suche in Navigon-Geräten ermöglicht es, Restaurants, Museen oder Läden in der Umgebung zu finden. „Google Local Search“ ist allerdings auf die Ortsuche beschränkt, eine wirkliche Internetnutzung ist nicht möglich. Meist können Fahrer das Live-Angebot des Herstellers kostenlos testen. So bietet Tom- Tom beim Gerätekauf ohne Aufpreis ein Probe-Abo von zwölf Monaten an. Danach werden 4,95 Euro im Monat oder rund 50 Euro im Jahr fällig. Bei Navigon kostet der Service nach einer dreimonatigen kostenfreien Testphase rund 60 Euro pro Jahr. Der Navigationsmarkt bleibt auch mit den Live-Diensten umkämpft. Der Trend geht in Richtung Smartphone, diese werden aber portable Systeme nicht völlig ersetzen. Ein Indiz hierfür: Teilweise werden Navi- Apps fürs Smartphone von den großen Herstellern selbst angeboten.

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