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Dunkelgraue Ziffernblätter mit gelber Beschriftung: Im Cockpit ersetzt eine Ladezustandsanzeige hinterm Lenkrad den Drehzahlmesser.

Das ist der neue Elektro-Mini

München - BMW macht Ernst mit seinen Elektroplänen: Die Münchner legen eine Kleinserie des Mini mit Elektroantrieb auf. Der Mini E feiert seine Weltpremiere auf der Autoshow in Los Angeles (21. - 30. 11).

Im Jahr 2009 werden die Autos dann im Rahmen eines Pilotprojektes an Privat- und Firmenkunden in den USStaaten Kalifornien, New York und New Jersey übergeben. Der Einsatz in Europa ist noch nicht beschlossen, wird aber geprüft. Geplant sind zunächst rund 500 Fahrzeuge.

Angetrieben werden die Versuchsfahrzeuge von einem Elektromotor mit 204 PS, der seine Energie aus einer Lithium- Ionen-Batterie bezieht und über ein einstufiges Stirnradgetriebe an die Vorderräder überträgt. Der Mini E beschleunigt in 8,5 sek. auf Tempo 100 und erreicht maximal 152 km/h.

Mit einer Kapazität von 35 Kilowattstunden soll die Batterie eine Reichweite von rund 200 km ermöglichen. Der Mini E geht als Zweisitzer an den Start, da der Platz im Fond vom Akku gebraucht wird. Der setzt sich aus 5088 Batteriezellen zusammen, die in 48 Modulen zusammengefasst sind. Diese Module werden in Form von drei Batterieelementen angeordnet.

Geladen wird der Akku beim Fahren zum Beispiel durch Bremskraft-Rückgewinnung oder aber im Stand an der Steckdose. Der Lithium-Ionen-Akku kann nämlich an jede konventionelle Netzstrom-Steckdose angeschlossen werden. Wobei die Aufladezeit eng an die im Versorgungsnetz herrschende Spannung und Stromstärke gebunden. In den USA lässt sich ein vollständig entladener Akku innerhalb kurzer Zeit mithilfe einer so genannten Wallbox aufladen, die zum Ausstattungsumfang jedes Mini E gehört. Die Wallbox wird in der Garage des Kunden installiert, lässt eine höhere Stromstärke zu und ermöglicht damit besonders geringe Ladezeiten. Schon zweieinhalb Stunden nach dem Ankoppeln an die Wallbox verfügt so der Akku wieder über die vollständige Energiemenge.

Im Cockpit verfügen das Zentralinstrument und die Ladezustandsanzeige hinter dem Lenkrad, die beim Mini E den Drehzahlmesser ersetzt, über dunkelgraue Ziffernblätter mit gelber

Beschriftung. Der aktuelle Ladezustand der Batterie wird in Prozentwerten dargestellt. Im Zentralinstrument ist zusätzlich ein Display untergebracht, das während der Fahrt mit roten LED-Leuchten signalisiert, wie viel Strom momentan entnommen wird, beziehungsweise mit grüner Beleuchtung den Umfang der aktuell durch eine sogenannte Rekuperation eingespeisten Energie darstellt.

Sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, übernimmt nämlich der Elektromotor die Funktion eines Generators. Dabei entsteht ein Bremsmoment und der aus der Bewegungsenergie gewonnene Strom wird in die Fahrzeugbatterie zurückgespeist. Diese Reaktion ermöglicht vor allem bei mittlerem und dabei immer wieder leicht variierendem Tempo eine überaus komfortable Fahrweise. Im Stadtverkehr können so rund 75 Prozent aller Verzögerungsvorgänge ohne Hilfe der

Bremsanlage absolviert werden. Eine intensive Nutzung dieser Rekuperation von Energie durch den Motor führt zu einer Erhöhung der Reichweite um bis zu 20 Prozent.

osw.

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