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Mercedes präsentiert die neue M-Klasse.

Großer Wagen, kleiner Verbrauch

Stuttgart - Stolz sind sie im Hause Mercedes- Benz. Auf das Design ihrer neuen M-Klasse, auf das Fahrwerk, auf die Sicherheit, auf all die technischen Feinheiten – und auf den Verbrauch.

6,0 Liter Diesel soll das Einsteigermodell ML 250 BlueTEC 4MATIC auf hundert Kilometer verbrauchen – Rekord in der Klasse der großen SUVs. Und ein Wert, der besser ist als bei vielen Modellen der Kompaktklasse, wie Daimler-Chef Dieter Zetsche bei der Weltpremiere der neuen M-Klasse am Dienstagabend in Stuttgart – stolz – verkündete.

Ein Zeichen auch in Richtung der neuen grün-roten Landesregierung von Baden-Württemberg, in deren Reihen der Sinn von SUVs durchaus kritisch gesehen wird?

Die neue M-Klasse

Großer Wagen, kleiner Verbrauch

Sei’s drum. Fakt ist, dass nun erstmals ein Vierzylinder in dem Premium-SUV mit dem Stern gurgelt. Das Aggregat liefert aus gerade mal 2,1 Litern Hubraum 204 PS bei einem maximalen Drehmoment von 500 Nm – und ist für ein gutes Drittel der Spriteinsparung verantwortlich. Weitere Maßnahmen aus dem Hause Daimler, um den schlechten Ruf der SUVs in Sachen Umwelt aufzupolieren: Die serienmäßige Start-Stopp-Automatik bringt 16 Prozent Einsparung, das neue 7GTRONIC- PLUS-Automatikgetriebe 14 Prozent, der auf einen Cw-Wert von 0,32 optimierte Luftwiderstand noch mal zwölf Prozent. „Bei gleicher Fahrleistung erreichen wir damit jetzt schon die Euro-6-Norm, die erst ab 2014 vorgeschrieben ist“, sagt Peter Lückert, der bei Mercedes für die Optimierung der Dieselmotoren zuständig ist.

Weniger Verbrauch bei mindestens gleicher Dynamik – für Daimler-Chef Zetsche ist es schlicht ein neuer Maßstab, den die M-Klasse, auch für die Konkurrenz, damit aufstellt. Vorreiter will Mercedes aber auch in anderen Punkten sein.

So strotzt die neue MKlasse geradezu vor aktiven und passiven Sicherheitstechnologien. Dazu gehören Fahrerassistenzsysteme wie die Müdigkeitserkennung ebenso wie die erste aktive Motorhaube in einem SUV, die Fußgänger bei einem Zusammenstoß schützen soll.

Aber was wäre die ganze Technik ohne passendes Desgin? Die Hälfte der in den USA verkauften M-Klasse- Modelle kaufen schließlich Frauen, für die Ambiente oft mehr zählt als blanke Fakten. Und auch hier will Mercedes vorangehen – unter anderem mit zwei Cupholdern, die wahlweise auf 8 Grad runtergekühlt oder 55 Grad erhitzt werden können, oder dem runden Schalter für die Offroad- Programme, der in die Mittelkonsole gewandert ist.

Wie viel das ganze Paket kosten wird, steht noch nicht fest, das Basismodell dürfte jenseits der 50 000 Euro beginnen. Neben ihm sind zunächst noch ein weiterer Diesel, der ML 350 BlueTEC 4MATIC mit 258 PS, und die Benzin-Variante ML 350 4MATIC BlueEFFICIENCY mit 306 PS geplant. Erste Fahrtests wird es erst im Herbst geben. Und auch dann begleitet von Mercedes-Ingenieuren mit stolzgeschwellter Brust.

PS

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