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Der neue Nissan X-Trail verzichtet ganz auf seine Ecken und Kanten.

Ohne Ecken und Kanten

Nissan X-Trail: Eine runde Sache

Er soll das „Beste aus zwei Welten“ sein, soll die Vorzüge eines lifestyligen Crossover mit denen eines praktischen SUV verbinden: der neue Nissan X-Trail.

Kann der Japaner in der dritten Generation das leisten? Wir sind den großen Bruder des Qashqai, der am 22. Juli seine Markteinführung feiert, vorab Probe gefahren.

Das Design

Fans des alten X-Trail müssen jetzt stark sein. Der Neue hat nichts mehr mit ihm gemein. Seine Ecken und Kanten sind Rundungen und Kurven gewichen. So gefällig und zeitgemäß gestylt kann er sich nun in das allgemeine Straßenbild einfach einreihen – er fällt nicht mehr auf. Schade. Von seinen Maßen kann er sich hingegen mit dem alten X-Trail messen. Länge und Höhe sind mit 4,63 Meter und 1,70 Meter quasi identisch, die Bodenfreiheit bleibt mit 21 Zentimetern erhalten. Gewachsen ist der Radstand um knappe acht Zentimeter auf 2,70 Meter.

Der Innenraum

Behaglichkeit ist Trumpf. Der X-Trail ist mit Softtouch-Oberflächen ausgekleidet, Hartplastik fehlt. Das Auge freut sich an Lack- und Chromelementen. Hinterm Lenkrad befindet sich das 5-Zoll-Display mit allen relevanten Fahrinformationen wie Verbrauch, Navi usw. Bestechend ist das Raumgefühl, das dem verlängerten Radstand zu verdanken ist. Die hintere Rückbank ist um bis zu 26 Zentimeter nach hinten verschiebbar (die Knie danken es), die Rückenlehne lässt sich in verschiedene Positionen neigen. Weil der X-Trail künftig auch den Qashqai +2 ersetzt, ist optional eine dritte Sitzreihe orderbar. Das Probesitzen bringt die angenehme Erkenntnis, dass es sich dort auf Kurzstrecken durchaus aushalten lässt. Beide Rücksitzreihen lassen sich eben umlegen.

Der Motor

Angenehm zu bedienen: Innenraum und Cockpit im Nissan X-Trail sind mit Softtouch-Oberflächen ausgekleidet.

Zunächst gibt es nur einen 1,6-Liter-Diesel mit 130 PS und einem maximalen Drehmoment von 320 Nm. Dieser lässt sich sowohl mit Allradantrieb als auch mit Automatik kombinieren. Nächstes Jahr soll ein Benziner – ein 1,6-Liter DIG-T – folgen. Bei der Probefahrt erweist sich der Diesel zwar als ausreichend, aber behäbig. Wenn es mal schnell gehen muss, etwa beim Überholen, braucht es bisweilen einen langen Atem. Bei 188 km/h ist Schluss. Der Verbrauch wird beim 4x4 mit 6-Gang-Schaltgetriebe mit 6,2 Litern angegeben, wir brachten es auf 7,8 Liter.

Hightech im Nissan X-Trail

Prima zu verstauen: Der Kofferraum fasst zwischen 550 und 1982 Liter Volumen.

Im Unterschied zum alten X-Trail fahren jetzt jede Menge Komfort- und Sicherheitsfeatures (Nissan Safety Shield) mit. Darunter sind Einparkhilfen, autonomer Notbremsassistent, Toter-Winkelwarner, Verkehrszeichen- und Bewegungserkennung. Über NissanConnect lässt sich das Smartphone mit dem Fahrzeug verbinden, außerdem sind zahlreiche Internet-Funktionen abrufbar.
Das sollte man noch wissen: Abseits der geteerten Straßen erweist er sich auf Schotterpisten souverän. Schlaglöcher steckt der X-Trail weg. Er verträgt eine Anhängelast bis zu zwei Tonnen. Bei umgeklapptem Beifahrersitz lassen sich Gegenstände bis zu einer Länge von 2,60 Meter verstauen. Praktisch: Die Heckklappe ist jetzt elektrisch.

Preise

Los geht’s mit der Basisversion Visia für 26.550 Euro. Ab der mittleren Ausstattungslinie Acenta (28.990 Euro) sind Allrad (ca. 2000 Euro) und Nissan Safety Shield orderbar. Damit ist der neue X-Trail immer noch rund 2000 Euro günstiger als das alte Modell. Die höchste Ausstattungslinie Tekna beginnt bei 34.650 Euro.

Katrin Basaran

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