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Der Neue und sein Vorgänger: Der aktuelle Range Rover (u.) hat Kultstatus erreicht. Ist er zu toppen?

Kultstatus

Range Rover: Wie gut ist der alte?

Er steht schon fast vor der Tür, der neue Range Rover. Nur noch Weihnachten, dann ist Verkaufsstart des SUV-Klassikers aus England.

Wie gut muss der Neue sein, wenn der Vorgänger schon so fein war? Eine kleine Reminiszenz an das zum Schluss noch mal überarbeitete Vorgängermodell.

Kernigstes Merkmal ist das TDV-8-Diesel-Aggregat, das der Rover zum 40. Geburstag bekommen hat. Der Diesel der neuen Generation schleicht sich auf Samtpfoten ein. Kein Nageln, eher ein Motorgeräusch wie bei einem Achtzylinder-Benziner. Das Herz des 4,4-Liter-Triebwerks schlägt kräftig und bringt das – je nach Ausstattung – bis zu 2,7 Tonnen schwere Gerät in 7,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Dabei werkelt ein Drehmoment von satten 700 Nm. Diese 313 Diesel-PS sind nicht zu verachten. Aber Vorsicht! So manch Verkehrsteilnehmer unterschätzt die Beschleunigung des Range Rovers und erschrickt dann, wenn das elegante Gerät auch bei über Tempo 180 noch schwer anschiebt. So viel Power bei so viel Gewicht braucht natürlich auch entsprechend Treibstoff. Im Normverbrauch sollten es 9,4 Liter sein, ist aber unrealistisch, wir brauchten (zugegebenermaßen auch bei einer eher wilden Hatz über die Autobahn) um die 11,5 Liter.

Das ist der neue Range Rover

Das ist der neue Range Rover

Ansonsten: Der Range Rover ist fahrbare Eleganz zum stattlichen Preis (ab knapp 90.000 Euro), aber einfach ein perfektes Reiseauto. Wir bezweifeln (und damit sind wir bei einer der wenigen Schwächen), dass vier Personen länger mit dem Rover verreisen können: Bereits zu zweit reichte der Kofferraum für zwei Wochen Strandurlaub gerade mal so. Die Kühlbox landete schon auf dem Rücksitz. Unangenehm und verbesserungswürdig ist das Navi, der Touchscreen ist eher Beatscreen, so unempfindlich ist die Bedienung. Ein echter Wahnsinn ist hingegen der doppelte Bildschirm. Während der Fahrer das Navi verfolgt, kann der Beifahrer auf dem gleichen Schirm zum Beispiel eine DVD schauen oder fernsehen. Gut, wenn man zum Beispiel quengelnden Nachwuchs auf dem Beifahrersitz hat.

Fazit

Der alte Range Rover ist so solide, flott und gut, dass man sich schon fast die scherzhafte Fragen stellen kann, warum es denn schon wieder einen neuen gibt. Antwort darauf gibt es Mitte Dezember, wenn wir den ersten Fahrtest absolviert haben.

RDF

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