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Der neue Seat Ibiza Cupra will gegen Konzernbruder Polo GTI bestehen: Kann er das schaffen?

Der neue Seat Ibiza Cupra

Die spanische Kampfansage

Olé – der Seat Ibiza Cupra nimmt Mitte März den Kampf gegen seinen Konzernbruder VW-Polo GTI auf:

Die beiden Kleinwagen sind die Sportskanonen ihrer Modellreihe, verfügen über den gleichen 180 PS-starken 1,4-Liter-Turbomotor und beschleunigen in nur 6,9 Sekunden von null auf 100 km/h. Nur preislich gibt’s Unterschiede. Die nahmen wir ebenso wie den neuen Ibiza Cupra näher unter die Lupe.

Auch von außen ist der Sportler erkennbar. Dafür sorgt u.a. eine dynamische Seitenlinie.

Schon auf den ersten Blick fällt auf: Der Spanier ist allein vom Design her wesentlich schneidiger und dynamischer als seine Konzern-Konkurrenz VW Polo und Skoda Fabia. Auffällig bei dem coupé-artigen Kleinwagen sind vorn der große schwarze Grill unter dem Kühler sowie die Doppelscheinwerfer mit LED-Umrandung. Blickfang am Heck sind die breiten Schultern und die ofenrohrgroße, mittig platzierte Auspuffblende. Dazu die serienmäßigen Breitreifen auf 17-Zoll-Felgen, aus denen knallrot lackierte Bremssättel leuchten.

Kleiner Spanier mit Sportlerherz

Auch im Innern ist der Cupra jetzt flotter und hochwertiger als das Vorgängermodell: Ein griffiges Sportlenkrad, Pedale mit Alu-Kappen sowie neue tiefe Sportsitze mit viel Seitenhalt. Darin sind zumindest für Fahrer und Beifahrer auch flotte Kurvenfahrten ein reines Vergnügen. Hinten auf den umklappbaren Rücksitzen wird’s im nur als Dreitürer erhältlichen Cupra hingegen ziemlich eng. Auch das Ein- und Aussteigen erfordert ziemliche Verrenkungen. Doch was soll’s: Laut Seat sind 42 Prozent der Cupra-Käufer ohnehin jünger als 29 Jahre, meist unverheiratet und kinderlos.

Die wollen in ihrem kleinen Sportflitzer außerhalb der Stadt natürlich auch mal richtig Gas geben. Schließlich schlägt unter der Motorhaube des kleinen Spaniers ein großes, heißblütiges Sportlerherz: Der 1,4-Liter-Benziner ist drehfreudig und durchzugsstark. Dank Kompressor und Turbolader bringt es der Vierzylinder auf stolze 180 PS und bis zu 250 Nm Drehmoment. Auf freier Strecke oder in kurvigem Gelände macht uns der Cupra dank des giftigen Motors und seines agilen Fahrverhaltens richtig Spaß. Und die Fahrleistungen sind fast Sportwagen-tauglich: Den Spurt von null auf 100 km/h schafft der Cupra in nur 6,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 228 km/h. Schaltet man das serienmäßige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe manuell auf „Sport“, wird's ganz schön laut im Cupra – beim Tritt aufs Gaspedal röhrt der eigens komponierte Sportsound kernig auf wie einst ein Alfa Romeo. Den angegebenen Normverbrauch von 5,9 Litern erreichen wir allerdings auch bei vernünftiger Fahrt nie. Unser Cupra schluckt laut Bordcomputer zwischen sechs und acht Liter.

Achtung, fertig, los: Sportlich geht es im Seat Ibiza Cupra zu – von null auf 100 km/h in 6,9 Sekunden.

Wer hat bei den Käufern aber dann letztlich die Nase vorn – der Ibiza Cupra oder doch der leistungsmäßig gleichwertige Polo GTI? Bei der Kaufentscheidung ist Rechnen angesagt. Mit einem Basispreis von 23.590 Euro ist der kleine Spanier unterm Strich zwar 665 Euro teurer als der Polo GTI (22.925 Euro). Doch im Vergleich zu seinem sportlichen Wolfsburger Bruder hat der Cupra serienmäßig rund 3000 Euro teure Extras an Bord: zum Beispiel das Entertainment-System „Seat Portable“ mit CD-Radio, Navi, Bluetooth sowie Sportsitze, Klimaanlage, Xenonlicht und 17-Zoll-Aluräder …

Heinz Wilhelm

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