Neue Studie belegt gespanntes Verhältnis zwischen Pkw- und Lkw-Fahrern:

- Akutes Reizklima

<P>Harte Kritik trifft vor allem die Fahrer von Transportern und Kleinlastern. Sie gelten Pkw-Fahrern einerseits auf der Autobahn als gefährliche Rowdys und behinderten andrerseits in der Stadt den fließenden Verkehr, weil sie das verbotene Parken in der zweiten Reihe zur Regel machen. Ihre Fahrweise bezeichnete die Mehrheit der Autofahrer als riskant und leichtsinnig. Umgekehrt halten die meisten Lkw-Fahrer ihre kleinen Partner auf der Straße für leichtsinnig, egoistisch und draufgängerisch. </P><P><BR>Könnte ein Überholverbot für Lkw auf zweispurigen Autobahnabschnitten zumindest teilweise Konfliktpotenzial abbauen und den Verkehrsfluss verbessern? Laut den Berechnungen der Studie würde sich die Durchschnittsgeschwindigkeit von schweren Lkw um 2 km/h reduzieren, während Pkw im Mittel 5 bis 8 km/h schneller voran kämen. Während 65 Prozent der Pkw-Fahrer diese Lösung befürworten würden, sind 70 Prozent der Lkw-Fahrer strikt dagegen. </P><P><BR>Erschreckend: Der Bestand an schweren Lkw und Züge hat sich in den letzten 30 Jahren nicht nur verzweieinhalbfacht, sondern auch deren Jahresfahrleistung ist jeweils um mehr als 40 Prozent gestiegen. <BR></P><P>Und das bei einem nur 42-prozentigem Wachstum des Straßennetzes. Unter dem Strich sind heute in Deutschland täglich rund 1,2 Millionen Lkw unterwegs. Verschärft hat sich die Situation durch einen regelrechten Boom von Lieferwagen, Kleintransportern und Leicht-Lkw bis 3,5 t, die laut Studie inzwischen erheblich zum Unfallgeschehen mit vielen Verletzten und Toten beitragen. Während die großen Brummis Pkw-Fahrern schon allein durch ihre Größe - speziell an Engstellen und bei widrigen Wetterbedingungen - Angst einflößen, sind die Transporter wegen ihrer risikofreudigen und leichtsinnigen Fahrer gefürchtet - die ihrerseits freimütig einräumen, die Motorleistung der Fahrzeuge voll auszunutzen und dabei auch nicht selten Tempolimits zu mißachten. <BR><BR>Viele Berufskraftfahrer bekannten zudem, meist unter enormem Termindruck zu stehen, oft müde und auch schon beinahe einmal am Steuer eingeschlafen zu sein. Jeder Dritte gab sogar zu, Aufputschmittel zu schlucken, wenn Kaffee als Muntermacher nicht mehr ausreicht. Auch werden die Fahrtenschreiber unter der Terminhatz häufig manipuliert, um bei einer Kontrolle in Sachen vorgeschriebene Ruhezeit nicht auch noch mit einem Bußgeld bestraft zu werden. <BR><BR>Aber selbst wenn ein Brummi-Fahrer fristgerecht seine Schlafpause machen möchte, wird dies durch die überfüllten Rastplätze immer schwieriger. Da stellt sich dann inzwischen jeder dritte Brummifahrer vorschriftswidrig auf Pkw-Parkplätze oder auf Fahrgassen, wohl wissend, dass die Polizei nach dem Motto "lieber an der Raststätte falsch geparkt, als auf der Autobahn eingeschlafen" dafür Verständnis zeigt. <BR><BR><BR></P>

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