Der neue Super-Porsche

- Weltweit erste Keramik-Bremse und weitere High-Tech-Sensationen im Carrera GT

<P>Die Keramik-Kupplung verbindet den 5,75 Liter großen und 612 PS starken V10-Motor mit dem Getriebe, das - in dieser Leistungsklasse eher ungewöhnlich - von Hand und nicht automatisch geschaltet wird. Um das zu ermöglichen und Kräfte von über 1000 Nm übertragen zu können, hat Porsche als Herzstück der Kupplung nach Angaben von Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürrheimer zwei Scheiben aus einer mit Kohlefasern verstärkten Keramik entwickelt, die diesen enormen Belastungen besonders gut Stand halten.</P><P>Sie sind darüber hinaus deutlich leichter als konventionelle Kupplungsscheiben und senken damit das Fahrzeuggewicht. Außerdem können sie laut Porsche mehr Reibung erzeugen und damit kleiner ausgeführt werden, so dass sich Motor und mit ihm der Schwerpunkt weiter nach unten verschieben lassen. Gleichzeitig soll die Kupplung, die Porsche unter dem Namen PCCC - Porsche Ceramic Composite Clutch - führt, ähnlich haltbar sein wie eine konventionelle Kupplung. Eine Rennsportkupplung mit Karbon-Scheiben hingegen hätte nur eine Lebenserwartung von 20 000 km gehabt.<BR><BR>Im täglichen Fahrbetrieb soll der Kunde laut Dürrheimer mit der PCCC keinerlei Komforteinbußen haben. Lediglich der gegenüber dem 911 GT3 um zwei Zentimeter verkürzte Kuppelweg unterstreiche die Sportlichkeit. <BR><BR>Ansonsten wollen die Schwaben bei ihrem Supersportler in vielen Bereichen zeigen, was machbar ist, und ihre Führungsrolle im Sportwagenbau deutlich herausstreichen. Denn um aus einem Sport- oder Rennwagenkonzept einen straßentauglichen und dennoch reinrassigen Supersportwagen werden zu lassen, genügt es, so Dürrheimer weiter, nicht, einfach nur viel Motorleistung in eine aufregende Form zu packen.<BR></P><P> Zum Erreichen exzellenter fahrdynamischer Eigenschaften sei es vielmehr nötig, maximalen Leichtbau bei gleichzeitig bestmöglicher Karosseriesteifigkeit mit einem tiefen Fahrzeugschwerpunkt zu verknüpfen.<BR>So brilliert der Über-Porsche mit einem Leergewicht von nur 1380 kg. </P><P>Dieses für ein Automobil der Super-Sportwagenklasse geringe Gewicht war nur realisierbar, weil der Carrera GT der erste Sportwagen überhaupt ist, bei dem sowohl Monocoque als auch der gesamte Aggregateträger komplett aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CfK) besteht. Aus dem gleichen Edel-Kunststoff bestehen auch die beiden abnehmbaren Dachhälften zu je 2,4 kg, die Offenfahrer im vorderen Kofferraum des Roadsters verstauen können.<BR><BR>Technisch präsentiert sich der Carrera GT dem Super-Sportwagen-Fan somit als Fahrmaschine reinsten Wassers: 3,9 Sekunden sollen für den Sprint auf Tempo 100 reichen, weitere sechs Sekunden vergehen, bis die Flunder die Marke 200 km/h passiert, 330 km/h schließlich werden als Höchstgeschwindigkeit genannt.<BR><BR>Damit der Tempo-Rausch nicht zum Albtraum-Abenteuer wird, haben die Ingenieure im Weissacher Entwicklungszentrum die Unterbodengeometrie nach Rennwagen-Vorbild auf möglichst hohe Abtriebs-Beiwerte getrimmt. Der völlig verkleidete Kohlefaser-Unterboden mündet in einen Heck-Diffusor, der zusammen mit den Strömungskanälen für einen zusätzlichen Ansaugeffekt sorgen soll.<BR><BR>Für die übrige Bodenhaftung sind Leichtbau-Magnesium-Räder mit einem Durchmesser von 19 Zoll vorne und 20 Zoll hinten zuständig; die dazugehörigen Reifen haben Walzenformat: 265/35 ZR 19 vorne und 335/30 ZR 20 hinten.<BR><BR>Der Porsche Carrera GT wird bis 2005 in einer auf 1500 Stück begrenzten Kleinstserie im Montagewerk Leipzig gebaut. Zwei Drittel der Produktion sind bereits fest geordert, die restlichen 500 Exemplare sind noch zu haben. Vom Spätherbst an werden die ersten Kunden ihren Carrera GT in Empfang nehmen können. </P>

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