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Macht auch von vorne eine stattliche Figur: Der Chevrolet Aveo mit Tester Oliver Menner.

Kleiner Ami, großes Herz

Kleiner Ami mit großen Ambitionen: Der Chevrolet Aveo hinterließ im Test dank munterer Sprintereigenschaften, sportivem Außen-Design und trendigem Interieur einen recht dynamischen Eindruck.

Stauraum: Der Kofferraum reicht für die ­Urlaubsfahrt zu zweit.

Durchaus gewollt. Zum 100-jährigen Marken-Jubiläum will Chevrolet das stark umkämpfte Kleinwagensegment beherzt angehen. Man zielt dabei auf stilbewusste „junge und junggebliebene“ Fahrer und hat mit dem kleinen Aveo, der ab 16.224 Euro als 5-türiges-Fließheck und Limousine angeboten wird, hier gar nicht so schlechte Karten. Schneidig schon die Außenanmutung: Offene „Motorrad“-Frontscheinwerfer in Doppelröhren mit Chromfassung und der breite Doppel-Kühlergrill sowie eine dynamisch gebogene Karosserielinie signalisieren Fahrfreude. Cleveres eigenständiges Design-Detail bei der Fließheck-Version: Die Griffe der Hintertüren sind im oberen Türrahmen versteckt. Angenehm frisch und mal ganz anders auch das Cockpit. Der von der Sportwagen-Legende Corvette entliehene puristische Dual-Tacho mit umlaufendem Armaturenbrett verleiht dem Aveo ein unverwechselbares eigenes Gesicht. Allerdings mindert die doch recht hibbelige LCD-Tempoanzeige, die nervös im Sekundentakt zappelt, den Spaß an der „Motorrad-Kanzel“ ein wenig.

Sportlich durch und durch: Drei-Speichen-Lenkrad, „Motorrad-Look“ im Cockpit …

Unsere 1,6 Liter-Benzinerversion LTZ mit ihren 115 PS bot ein munteres, schneidiges Fahrverhalten mit viel Agilität dank des neu entwickelten, sehr steifen Integral-Chassis (das auch die Insassensicherheit erhöht), dazu sorgten der sehr griffige Vorderradantrieb, gute Kurveneigenschaften, kleiner Wendekreis, leichte Schaltbarkeit und kräftige Motorleistungen auch im unteren Drehzahlbereich für Freude. Und der Verbrauch hält sich mit kombinierten 6,6 Litern auch in Grenzen. Das Fahrwerk ist allerdings recht straff gefedert, was kleine Fahrbahnbuckel schon mal merkbar den Insassen mitteilt. Und ein sechster Gang hätte unserem Dynamiker dann doch ganz gut gestanden, denn bei hohen Endgeschwindigkeiten jenseits der 170 Km/h, zu denen der antrittschnelle Sportfex (11,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h) durchaus einlädt, wummert‘s recht von unter der Motorhaube herein.

Gute Platzausbeute: Getränkehalter und Ablageflächen sind reichlich vorhanden.

Punkten kann der Sport-Amerikaner mit seinem guten Raumangebot; vier Erwachsene finden gut Platz und bequeme, mehrfach verstellbare Sitze vor. Die kleinen Dinge des Autofahreralltags lassen sich in zwei Handschuhfächern (eines mit integriertem USB-Anschluss), etlichen kleinere Ablagen und Türablagefächern sowie drei Getränkehaltern vorn verstauen. Der Kofferraum fasst rund 502 Litern Ladevolumen (bei umgeklappter Rückbank auf bis zu 653 Liter erweiterbar) – das ist genug für den Urlaub zu zweit oder die große Einkaufsfahrt.

Komplett wird der Aveo durch seine rundrum gute Ausstattung und Sicherheitssysteme (sechs Airbags ab Grundmodell, elektronische Stabilitätskontrolle/ESC, elektrische Servolenkung, 4-Kanal ABS mit Bremsassistenten, elektronische Bremskraftverteilung/EBD, Multifunktionslenkrad, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzung, Drahtlos-Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie beheizbare Sitze ab Ausstattungsvariante LT).

Fazit

Ein sportlicher und eleganter Kleinwagen mit großem Selbstbewusstein für alle, die eine gute Mischung aus Leistung, Komfort und eigenständigem Design schätzen.

Oliver Menner

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