Neuer Mini maximal

- Der Mini sorgt wieder für Furore. 47 Jahre nach seiner Erfindung feiert das Kultauto nach Jahren der Tristesse und erfolgtem Facelifting durch seinen neuen Eigner BMW einen zweiten Frühling. Was niemand bei dem Münchner Autobauer erwartet hatte, ist nun eingetreten: Der Mini Cooper ist auf dem Weg zum Verkaufsschlager bei BMW. Der kleine Flitzer liegt in der Produktionsrangliste schon hinter dem 3er und dem 5er.

Und für den neuen Mini Cooper S, der seit kurzem auf den Markt ist, stehen die Käufer bereits Schlange. Auf den ersten Blick ist der neue Mini fast der Alte: Das bullige Fahrgestell, das kurvige Chassis, die großen Kulleraugen-Scheinwerfer sowie der freche Kühlergrill erinnern an den klassischen Mini. Der brachte es fast unverändert bis zum Jahr 2000 auf beachtliche 5,4 Millionen verkaufte Exemplare. "Der neue Mini Cooper ist ein Wolf im Schafspelz, außen evolutionär, innen revolutionär" versprach Mini-Marken-Chef Kay Segler bei der Vorstellung des jüngsten Mini-Zwerges.

In der Tat: Geblieben ist dem Kultauto trotz Facelifting, 38 Millimeter Längenzuwachs, neuem 175 PS starken Motor sowie deutlich veränderter Innenausstattung das Go-Kart-Feeling. Und damit der Fahrspaß. Geblieben ist aber auch der stolze Preis. Der Cooper S kostet in der Grundversion immerhin 21594,39 Euro -fast doppelt so viel wie so man cher kleiner Flitzer der Konkurrenz. Dennoch ist der neue Mini bereits gefragt wie einst in den 70er-Jahren. "Wir kommen mit der Produktion nicht nach", berichtet Mini-Produktmanager Marcus Krieg und verweist auf die schon jetzt langen Wartezeiten bis zur Auslieferung.

Als Käuferschicht im Visier haben die Mini-Hersteller vor allem trendige, gut verdienende junge Leute und Individualisten mit Spieltrieb. Hauptabsatzmärkte sind vor allem England, USA, Deutschland und Italien. Doch auch so mancher arabische Scheich hat den kleinen Flitzer bereits für seinen Wüstensohn geordert -inclusive in die Sitze integriertem Familienwappen. Der Mini war dem Münchner Autobauer nach der Rover-Übernahme im Jahr 1994 quasi als Dreingabe in den Schoß gefallen. Das Kultauto war in England vor der BMW-Übernahme quasi zum Nischenprodukt verkümmert, die Verkausfzahlen von einstmals stolzen 200000 auf nur mehr 20000 Stück gesunken.

Nach der Wiederbelebung des Minis durch BMW und einer fünfjähriger Entwicklungszeit sowie Investitionen rechnete man bei BMW zunächst mit einem maximalen jährlichen Absatz des Kultflitzers von 100000 Exemplaren. Doch die Nachfrage übertraf alle Erwartungen. Seit der Wiedereinführung der Marke im Jahr 2000 wurden bereits 875000 Minis an den Mann gebracht. Nachdem die Produktion, die ausschließlich im britischen Oxford über die Bühne geht, im letzten Jahre mit 180000 Autos die Kapazitätsgrenze erreichte, wurde das Werk im Sommer kurzzeitig geschlossen und vergrößert.

Künftig sollen dort jährlich bis zu 240000 Minis gefertigt werden. Denn die neuen Minimacher haben neue Verkaufsrekorde im Visier. Eine Bestmarke haben sie schon heuer erreicht. Beim Wiederkaufswert ist ein zwei Jahre alter Minis derzeit unter Deutschlands Pkws topp -er lässt dabei nicht nur den 3er und 5er vom großen Bruder BMW, sondern sogar den SLK vom Wettbewerber Mercedes hinter sich...

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