+
Wer kennt sich da noch aus? Jetzt kommen neue Schilde r hinzu.

Geschlechtsneutrale Schilder

Das ist neu in der StVO

Berlin - Aus dem Wort Fußgänger wird „Wer zu Fuß geht“: Kein Witz, in der Straßenverkehrsordnung werden die Geschlechter abgeschafft. Welche Änderungen sonst noch ab 1. April gelten:

Man darf ja durchaus skeptisch sein, wenn ausgerechnet am 1. April die Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung in Kraft treten. Verkehrsminister Peter Ramsauer will den Schilderwald ausdünnen – und präsentiert neue Schilder. In der Straßenverkehrsordnung werden die Geschlechter abgeschafft – aus dem Wort Fußgänger wird „Wer zu Fuß geht“. So lustig es sich anhört, diese Neuerungen sind Realität.

Die tz fasst zusammen, was sich für die, die am Verkehr teilnehmen, jetzt ändert:

Neue Schilder, alte Schilder: Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam – diese These lässt sich wunderbar mit den neuen Schildern auf deutschen Straßen beweisen. Denn rund 15 Jahre nach dem Durchbruch der Inline Skates in Deutschland, bekommen auch diese Verkehrsteilnehmer ihr eigenes Schild, das ihnen ausnahmsweise erlaubt, einen derart bezeichneten Weg zu benutzen. Außerdem wird der Beginn und das Ende einer Parkraumbewirtschaftungszone mit einem neu gestalteten Schild angezeigt. Ebenfalls neu: Ein Schild, das anzeigt, dass in einer Sackgasse nur für Autofahrer der Weg zu Ende ist, es für Fußgänger und Radfahrer aber weitergeht. Weil der Schilderwald aber eigentlich gelichtet statt verdichtet werden soll, müssen auch einige Verkehrszeichen verschwinden. Die Ankündigung eines beschrankten Bahnübergangs – von denen es ohnehin immer weniger gibt – darf künftig entfallen. Bis 2022 können die Alt-Schilder aber noch stehen bleiben.

Geschlechtsneutrale Straßenverkehrsordnung: Darauf hat die Welt gewartet: Der Gesetzgeber passt die Straßenverkehrsordnung „an das Erfordernis der sprachlichen Gleichbehandlung von Frauen und Männern“ an. Beispiel gefällig? Vorschriften, die bisher für „Reiter, Führer von Pferden sowie Treiber von Vieh“ galten, sind jetzt auf folgende Personengruppen anzuwenden: „Wer reitet, Pferde oder Vieh führt“. Aus Rollstuhlfahrern werden die „Fahrenden von Rollstühlen“ – ein Radfahrer wird jetzt zu jemandem, „der ein Fahrrad führt“. Gut, dass das jetzt geklärt ist ...

Parken: Die Strafen für Autofahrer bei fehlendem Parkschein oder abgelaufener Parkzeit, sollen stärker abschrecken. Bei Überschreiten der erlaubten Parkdauer um bis zu 30 Minuten sind jetzt 10 statt 5 Euro fällig. Je 5 Euro teurer wurden auch längere Überschreitungen: 15 Euro für bis zu eine Stunde länger als erlaubt, 20 Euro für bis zu zwei Stunden, 25 Euro für bis zu drei Stunden und 30 Euro für noch längere Verstöße. Der Höchstsatz von 35 Euro gilt weiterhin, wenn es um das Zuparken von Feuerwehrzufahrten oder Behindertenparkplätzen geht. Bisher hatten viele Autofahrer eine Strafe von fünf Euro riskiert und sich den Parkschein einfach gespart.

Chaos im Schilderwald: 100 Mio. für den kleinen Unterschied

Chaos im Schilderwald: 100 Mio. für den kleinen Unterschied

Radfahrer: Dem vielbeschworenen Radl-Rambo soll’s an den Kragen gehen. Typische Radl-Rüpel-Vergehen werden teurer: Falsches Einbiegen in Einbahnstraßen (20 bis 35 Euro statt 15 bis 30 Euro), Radweg ignorieren oder darauf in falscher Richtung unterwegs sein (20 statt 15 Euro) und Fahren ohne Licht (mindestens 20 statt 15 Euro). Gute Nachricht für Radler: Autos, die einen Radl-Streifen auf der Straße blockieren, müssen 20 statt 10 Euro zahlen.

Mk.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Peugeot bringt neues Flaggschiff 508 nach Genf
Der neue 508 von Peugeot wird etwas kürzer und dafür flacher. Im neuen Flaggschiff wird zudem eine umfangreiche Ausstattung für Komfort und Sicherheit geboten.
Peugeot bringt neues Flaggschiff 508 nach Genf
Wildunfall: Wie verhalte ich mich, wenn ich ein Reh anfahre?
Laut ADAC geschieht alle 2,5 Minuten ein Wildunfall in Deutschland. Doch nicht jeder weiß, wie er sich dann zu verhalten hat. Wir klären Sie auf. 
Wildunfall: Wie verhalte ich mich, wenn ich ein Reh anfahre?
Werbeschild an der Straße braucht kein Extraschutz für Biker
Werbeschilder in Straßennähe dürfen die Verkehrsteilnemher nicht gefährden. Doch welche Kriterien muss ein Reklameschild erfüllen, damit bei einem Unfall kein Anspruch …
Werbeschild an der Straße braucht kein Extraschutz für Biker
Für An- und Abmeldefahrten brauchen Autos keine Zulassung
Wer mit einem Auto ohne Zulassung am Straßenverkehr teilnimmt, muss in der Regel mit einem Bußgeld rechnen. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Erlaubt ist es etwa, ohne …
Für An- und Abmeldefahrten brauchen Autos keine Zulassung

Kommentare