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Finger weg vom Auspuff. Laien sollten die Anlage nicht selbst kontrollieren. Foto: Marcus Führer

Nicht ganz dicht: Auspuff vor HU nicht selbst überprüfen

Um beim ersten Anlauf durch die Hauptuntersuchung zu kommen, sollte man sein Auto gut vorbereiten. Doch was simpel erscheint, lässt sich oft nicht selbst checken - zum Beispiel der Auspuff.

Berlin (dpa/tmn) - Gute Vorbereitung hilft, ohne Beanstandung durch die Hauptuntersuchung (HU) zu kommen. Doch bei modernen Autos ist vieles nicht mehr so einfach in Eigenregie zu überprüfen. So warnt Torsten Hesse vom TÜV Thüringen davor, die Dichtigkeit des Auspuffs selbst zu überprüfen.

"Von dem alten Trick, einen Lappen oder anderen Gegenstand vor das Endrohr zu halten, muss ich abraten", sagt er. Das könnte die Elektronik durcheinanderbringen und Meldungen im Fehlerspeicher verursachen - womit die HU gefährdet ist.

Bei modernen Fahrzeugen sei es für Laien inzwischen fast unmöglich, die Auspuffanlage selbst zu überprüfen, sagt Hesse. Und auch bei älteren Modellen hält er die Aussagekraft des Lappen-Tests für sehr begrenzt. "Wer sein Fahrzeug gut pflegt und regelmäßig warten lässt, hat immer noch die besten Chancen, durch die HU zu kommen." Im Zweifel sollte man das Auto lieber vor der HU bei der Werkstatt des Vertrauens durchchecken lassen. Auf die Hebebühne muss das Auto schließlich ohnehin, wenn man den Zustand der Auspuffanlage überprüfen will.

"Viele Werkstätten oder Prüforganisationen bieten auch regelmäßige Checks für kleines Geld an", so Hesse. Das können sogenannte Urlaubschecks sein oder auch spezielle Untersuchungen der Auspuffanlage. Dort bekomme man auf jeden Fall eine aussagekräftige Antwort zum Zustand des Abgassystems, könne etwaige Probleme gleich beheben lassen und beruhigt bei der HU vorfahren.

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