Nissan: Mal konservativ, mal flippig

München - Nissan meldet sich in der Kompaktklasse zurück. Nachdem die Japaner mit dem nahe an einen Geländewagen gerückten Cross-over-Modell Qashqai dem konventionellen Fünftürer eigentlich den Rücken gekehrt hatten, gibt es nun für konservativere Kunden doch wieder einen klassischen Kompakten.

Der zwischen Note und Qashqai positionierte Neuzugang trägt den Namen Tiida und steht vom 26. Januar an zu Preisen ab 15 990 Euro als Fünftürer mit steilem Heck beim Händler. Für jeweils 300 Euro Aufpreis verkauft Nissan den in Mexiko produzierten Wagen auch als Limousine mit vier Türen und Stufenheck. Der Tiida ist mit Schrägheck 4,30 und mit Steilheck 4,48 Meter lang. Außerdem bekommt der Fünftürer eine um 24 Zentimeter verschiebbare Rückbank, mit der sich das Ladevolumen erweitern lässt. Dadurch wächst der Kofferraum laut Nissan von 300 auf 425 Liter. Beim Stufenheck soll er sogar 500 Liter fassen. Zur Serienausstattung zählen sechs Airbags und ESP. Gegen Aufpreis und in den teureren Modellvarianten bietet Nissan zudem ein Navigationssystem, Xenon- Scheinwerfer und ein schlüsselloses Zugangssystem an.

Unter der Haube bieten die Japaner die Wahl zwischen zwei Benzinern und einem Diesel. Das Basismodell bekommt einen 1,6-l- Motor mit 110 PS, der ein maximales Drehmoment von 153 Nm und eine Spitze von 186 km/h schafft. Er verbraucht im Mittel 6,9 Liter und stößt 165 Gramm CO2 pro Kilometer (g/km) aus. Für 650 Euro mehr gibt es auch einen 126 PS starken 1,8-Liter, der mit 173 Nm, 195 km/h, 7,8 Liter und 188 g/km in der Liste steht. Der 18 940 Euro teure Diesel hat 106 PS und 240 Nm. Er erreicht maximal 186 km/h, verbraucht 5,2 Liter und kommt auf einen CO2-Ausstoß von 138 g/km. Allerdings gibt es für ihn keinen Partikelfilter.

Für Detroit (13. bis 27. Januar) haben die Japaner eine futuristische Van-Studie angekündigt, die einen Ausblick auf die nächste Generation von Großraumlimousinen geben soll. Der "Forum Concept" genannte Van ist 4,98 Meter lang und soll bei einer Breite von 2,11 Metern und einem Radstand von 3,08 Metern überdurchschnittlich viel Platz bieten.

Den nutzen die Japaner für ein neues Sitzkonzept, bei dem die zweite von drei Reihen die Hauptrolle spielt: Die beiden dort montierten Sitze können sowohl um 90 als auch um 180 Grad gedreht werden. Außerdem bekommt die Studie großzügige Glasflächen und eine neuartige Türkonstruktion, bei der große Fronttüren mit Schiebetüren für den Fond kombiniert werden. Außerdem verzichtet Nissan auf die störende B-Säule.

Zur Technik wollen die Japaner allerdings kaum was sagen: Lediglich, dass ein sauberer Dieselmotor unter der Haube steckt und die Kraft mit einer stufenlosen Automatik übertragen wird, wurde bisher verraten.

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