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Frühjahrsputz: Nissan hat seinen erfolgreichen Qashqai optisch aufgefrischt.

Aufpolierter City-Nomade

Mit leicht verändertem Design und zu Preisen ab 19 490 Euro startet der Nissan Qashqai nun in die zweite Hälfte seines Lebenszyklus.

Seit 2007 haben sich in Europa rund 540 000 Käufer für die Mischung aus Kompaktwagen und SUV entschieden, in Deutschland sind es knapp 52 000 Pkw-Fahrer. Die stattgefundenen Änderungen sind optischer Natur: eine neue konturierte Motorhaube, geliftete Scheinwerfer, neue Frontstoßfänger sowie ein Kühlergrill mit Wabenstruktur und einem darunter liegenden, nun größeren Lufteinlass verleihen dem Fahrzeug mehr Dynamik und lassen es schlanker erscheinen, aber auch seriöser als bisher. Am Heck kommen ein modifizierter Dachspoiler und zweifarbige Rückleuchten zum Einsatz. Die Änderungen betreffen sowohl den Fünfsitzer als auch die siebensitzige Langversion Qashqai+2, die ab 20 990 Euro zu haben ist.

Nissan Qashqai ist ab 19 490 Euro auf dem Markt. 

Doch auch unter der Außenhaut des Nomaden hat sich etwas verändert. So ist beispielsweise die Anzeige des Bordcomputers zwischen die beiden Rundinstrumente im Cockpit gewandert, wo sie gut lesbar platziert ist. Zuvor waren Informationen wie Spritverbrauch und Kilometerstand kleinziffrig in einem Feld der Rundinstrumente untergebracht. Verbessert wurde auch das Fahrwerk und die Federung, was sich besonders bei der derzeit hohen Schlaglochrate auf den Straßen bemerkbar macht. Zwar kann der Qashqai diese nicht wegzaubern, aber die Stöße werden gut abgefangen und nicht mit Wucht an die Insassen weitergeleitet. Diese nehmen übrigens immer noch recht kommod auf soliden Sitzen Platz - 15 Zentimeter höher als in einer Limousine - und haben auch im Fond genug Kopfund Beinfreiheit.

Auch in der Langversion überarbeitet: Qashqai 2+2 ab 20 990 Euro.

Die Motorenpalette ist nahezu unverändert: Zwei Benziner und zwei Diesel mit einem Leistungsband von 105 bis 150 PS stehen zur Auswahl. Neu im Programm ist eine verbrauchsoptimierte Version des Fünfsitzers, deren 105 PS starker 1,5-l-Diesel mit Hilfe von Leichtlaufreifen, einer verlängerten Getriebeübersetzung sowie einer Gewichtsreduzierung weniger als fünf Liter Kraftstoff auf 100 km verbrauchen soll. Angetrieben werden beim Sparmodell lediglich die Vorderräder, der Allradantrieb bleibt den Benzinern und Dieseln mit 2,0 Liter Hubraum vorbehalten. Die Kraftübertragung übernimmt beim kleinen Benziner eine Fünfganghandschaltung, beim kleinen Diesel stehen sechs Gänge zur Verfügung.

Übersichtlicher: Im Cockpit des Qashqai lassen sich die Infos leichter ablesen

Bei den größeren Motoren kann beim Benziner optional ein stufenloses CVTAutomatikgetriebe geordert werden, auf der Dieselseite steht eine klassische Sechsstufenautomatik zu Wahl. In Sachen Abgasnorm erreichen die Triebwerke nur Euro 4, saubere Euro 5-Motoren sowie einen neuen Diesel gibt es erst im Herbst. Mit der dezenten Überarbeitung unterstreicht Nissan die Stärken des Qashqai, mit der verbrauchsoptimierten Version wird dem Ruf nach Umweltfreundlichkeit Rechnung getragen. Doch schon allein, weil der Japaner immer noch ein günstiges Angebot in der Klasse der Kompaktfahrzeuge ist, zugleich aber mehr Platz und etwas mehr Komfort als die Klassiker bietet, wird er wohl seinen Pfad weiter verfolgen, auf dem er seit 2007 unterwegs ist, und noch weitere Abnehmer finden.

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