Ölbranche fordert Steuersenkung für E10

Hamburg - Die Mineralölbranche fordert eine Senkung der Steuerbelastung für das umstrittene neue Öko-Benzin E10. “E10 wird besteuert wie herkömmliches Benzin, obwohl E10 weniger Energie enthält und der Autofahrer weniger weit damit fahren kann.

Wir fordern daher eine faire Besteuerung. Zurzeit profitiert der Finanzminister vom Mehrverbrauch durch E10“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes Klaus Picard am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung in Hamburg. Er forderte eine Senkung der Steuerbelastung auf E10 von 2,6 Cent pro Liter. “Das wäre ein fairer Wert“, sagte Picard. Die Mineralölbranche versucht seit etwa sechs Wochen, das Superbenzin der Qualität E10 an den Tankstellen einzuführen.

Bisher tanken aber deutlich weniger Autofahrer als erwartet den neuen Sprit, dem zum Klimaschutz zehn Prozent Ethanol aus nachwachsenden Pflanzen beigemischt worden sind. “Etwa 60 Prozent der möglichen Kunden tanken E10“, sagte Picard. Die Branche hatte 90 Prozent erwartet.

Rund zehn Prozent der Benzin-Autos können E10 nicht vertragen, vor allem ältere Modelle. Laut Picard lehnen zahlreiche Autofahrer den Biosprit bewusst ab, auch wenn ihr Auto vom Hersteller für den E10-Betrieb freigegeben worden ist. “Umfragen unserer Mitglieder an den Tankstellen haben ergeben, dass die allermeisten Autofahrer sich informiert haben. Trotzdem haben sie eine Abneigung gegen E10“, sagte der Öl-Manager.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rasern drohen künftig deutlich härtere Strafen
Manche Autofahrer mögen es sehr schnell und veranstalten illegale Rennen. Ein neues Gesetz soll solche Temposünder das Fürchten lernen. Denn es drohen nicht nur …
Rasern drohen künftig deutlich härtere Strafen
Vernetzt in die Zukunft: Erfahrungen mit dem Kymco AK 550i
Im Automobilbereich entlockt das Stichwort "Connectivity" kaum mehr als ein müdes Lächeln. Bei den motorisierten Zweirädern ist nun Kymco mit dem neuen AK 550i am Start, …
Vernetzt in die Zukunft: Erfahrungen mit dem Kymco AK 550i
Rasern droht künftig Auto-Beschlagnahmung und Gefängnis
Mit Tempo 150 durch die Stadt und dann nur einen Monat Fahrverbot? Das wird sich ändern: Teilnehmer an illegalen Autorennen riskieren künftig bis zu zwei Jahre Knast.
Rasern droht künftig Auto-Beschlagnahmung und Gefängnis
Autodiebstahl: Polizei und Versicherung sofort informieren
Das Auto ist verschwunden - da ist der erste Schreck meist groß. Doch was ist zu tun, wenn es wirklich gestohlen worden ist? Und was können Autofahrer tun, um den Dieben …
Autodiebstahl: Polizei und Versicherung sofort informieren

Kommentare