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OLG: Autohersteller muss Klapperkiste noch nach fünf Jahren zurücknehmen.

Klappernde Geräusche

Käufer gibt Montagsauto nach fünf Jahren zurück

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Frankfurt/Main - An dem Neuwagen hatte der Hersteller schon 22 Mängel behoben, bis der Unterboden anfing zu klappern. Jetzt, nach fünf Jahren, darf der Käufer das Auto endlich zurückgeben.

Selbst fünf Jahre nach dem Verkauf eines Neuwagens muss ein Autohersteller das Fahrzeug zurücknehmen, wenn es sich als nicht reparierbare Klapperkiste erweist. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt in zweiter Instanz rechtskräftig entschieden, wie es am Freitag mitteilte (3 U 18/12 vom 28. Februar).

Der Kläger hatte das Auto 2008 bei einem Hersteller im Rhein-Main-Gebiet gekauft. Dann fing der Ärger an. 22 Mal rügte der Käufer nach seinen Angaben im ersten Jahr Mängel am Auto. Dann fing der Unterboden an zu klappern und hörte nicht mehr auf. Als weitere Reparaturversuche erfolglos blieben, wollte er vom Kaufvertrag zurücktreten. Der Autohersteller lehnte das ab. Der Mangel wäre unerheblich.

Gefühl das etwas nicht stimmt

Schon das Landgericht hatte dem Kläger Recht gegeben, wie jetzt auch das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt. In der Begründung heißt es "das trotz der vielen Nachbesserungsversuche nicht zu beseitigende klappernde Geräusch aus dem Bereich der Vorderradaufhängung, dessen Ursache bis heute nicht sicher festgestellt werden könne, berechtige den Kläger zum Rücktritt vom Kaufvertrag. Auch wenn die insoweit voraussichtlich anfallenden Mängelbeseitigungskosten unterhalb der Bagatellgrenze von 1 Prozent des Kaufpreises liegen würden, ergebe sich die Erheblichkeit dieses Mangels aus seiner subjektiven Bedeutung."

Der Sachverständige hatte nach Auffassung des Gerichts anschaulich geschildert, dass das Geräusch unregelmäßig auftrete, aber deutlich wahrnehmbar sei und deshalb bei den Insassen berechtigt das Gefühl aufkommen lasse, mit dem Fahrzeug stimme etwas nicht. Ein Fahrzeug aber, in dem sich die Insassen nicht sicher fühlten, sei mangelhaft.

Dem Käufer bekommt den Neuwagenpreis in Höhe von 33.000 Euro zurückerstattet. Für die bereits 83.000 gefahrenen Kilometer auf dem Tacho muss er sich jedoch 13.000 Euro als Nutzungsentschädigung anrechnen lassen.

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dpa/ml

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