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Schnittig unterwegs: Der Opel Crossland X sieht aus wie ein kleiner SUV, über Allrad verfügt er aber nicht. Seine Qualitäten liegen im Komfort, im Platzangebot und seinen Ausstattungsmöglichkeiten.

Nachfolger des Vans Meriva

Opel Crossland X: Eine bunte Mischung

Ab Ende Juni wird er den erfolgreichen Meriva ablösen: der Opel Crossland X. Und das schon ab 16.850 Euro. Wo liegen die Stärken und Schwächen des neuen Mini-SUV?  

Kurz vor der endgültigen Eheschließung von Opel und PSA ist auch schon das erste Kind da: Ende Juni kommt der Crossland X, ein cooles Mini-SUV im Offroad-Look. Mit fünf Motorisierungen zum Basispreis ab 16 850 Euro. Bei einer ersten Ausfahrt haben wir die Qualitäten des deutschfranzösischen Babys erfahren. Der Neue beerbt den Opel-Van Meriva und soll nun gegen Nissan Juke, Renault Captur und Fiat 500X antreten.

Äußerlich wirkt er jedenfalls schnittig und cool. Dabei ist Opels Jüngster mit 4,21 Metern nur geringfügig kürzer (7 cm) als sein größerer Bruder, der Opel Mokka. Mit Kunststoffplanken an den Radhäusern und angedeutetem Unterfahrschutz macht er zwar einen auf Geländegänger. Doch mangels Allrad und entsprechendem Fahrwerk ist er kaum für Offroadausflüge geeignet.

Stärken abseits des Geländes und in Sachen Raumangebot

Seine Stärken hat er in Stadt und Überland auf normalen Straßen. Dabei sorgt die SUV-typisch erhöhte Sitzposition für eine gute Übersicht und einen leichten Einstieg. Innen ist der Kleine geräumig, komfortabel und extrem bequem. Vor allem auf den rückenschonenden AGR-Gesundheitssitzen – die optional in allen drei Ausstattungslinien für 495 Euro erhältlich sind.

Aber auch auf den bis zu 15 Zentimeter einzeln verschiebbaren Rücksitzen gibt’s reichlich Platz – selbst für größere Passagiere. Der ebene Kofferraum fasst 410 bis 1255 Liter.

Das Interieur wirkt wertig und aufgeräumt, ähnlich wie im Astra.

Das Interieur wirkt wertig und aufgeräumt, ähnlich wie im Astra. Cockpit, Instrumententafel und der bis zu acht Zoll große Farb-Touchscreen mit Navi sind klar gegliedert, übersichtlich und leicht bedienbar.

Zahlreiche technische Helfer auch schon in der Basisversion

Serienmäßig sind ein akustischer Spurhalte-Assistent sowie Tempomat  mit Verkehrszeichenerkennung an Bord. Erst ab der mittleren Ausstattung Selection (ab 19 250 Euro) gibt’s eine Klimaanlage sowie Navi mit 7-Zoll-Touchscreen. Optional dazu Notbremssystem mit Fußgängererkennung, Tote-Winkel-Warner, Ein- und Ausparkassistent, LED-Scheinwerfer, Frontkamera mit Geschwindigkeitsregelung, Rückfahrkamera sowie ein Head-up-Display. Neben den bekannten Infotainment-Systemen für Apple CarPlay und Android Auto gibt’s zudem einen WLAN-Hotspot, induktives Laden von Smartphones ist ebenso möglich.

Preise für den Meriva-Nachfolger beginnen bei 16.850 Euro

Zum Start wird der Crossland X mit den drei 1,2-Liter-Dreizylinder-Benzinern mit 81, 110 und 130 PS von PSA angeboten. Dazu gibt’s zwei 1,6-Liter-Diesel mit 99 und 120 PS. Beim 1,2-Liter-Basisbenziner mit 82 PS für 16.850 Euro liegt das maximale Drehmoment von 118 Nm erst bei 2750 U/min an. Agiler erwies sich in unserem Test der 1,2-Liter-Turbo mit 110 PS und Sechsgang-Automatik (Preis: ab 22.100 Euro). Der spurtet in 11,8 Sekunden von null auf 100 km/h und ist bis 187 km/h schnell. Unser Verbrauch: 7,5 l – knapp zwei Liter über dem Normwert.

Bereits ab 20.650 Euro ist der 1,2-l-Turbo mit 110 PS mit 5-Gang-Schaltgetriebe  zu haben. Für nur 450 Euro mehr gibt’s allerdings bereits das 130 PS starke Toptriebwerk mit 6-Gang-Handschalter (null auf 100 km/h in 9,1 Sekunden, Spitze: 206 km/h). Unser Testverbrauch: 6,6 Liter – 1,5 Liter über der Norm.

Ähnlich spritzig, spurtreu in schnellen Kurven sowie extrem wendig im Stadtverkehr waren wir auch im 1,6-l-Diesel mit 120 PS unterwegs (null auf 100 km/h in 9,9 Sekunden; Spitze 187 km/h). Beim Test verbrauchten wir 5,5 Liter Diesel – das sind 1,5 Liter über den angegebenen Opel-Normwerten.

Im Herbst ist der Crossland auch mit Gasantrieb (LPG) erhältlich. Gleichzeitig bekommt der Kleine noch einen großen Bruder dazu: das Kompakt-SUV Grandland X.

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Uwe Fajga

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