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Wie ein Pilot im ICE: Die großen Glasflächen und die äußeren Formen sollen an einen Hochgeschwindigkeitszug erinnern.

Der Sonne entgegen

2,2 Millionen verkaufte Wagen eines Modells in zwölf Jahren ist etwas, worauf man als Autobauer stolz sein kann. Ist Opel auch.

Mit dem siebensitzigen, familienfreundlichen Zafira haben die Rüsselsheimer unbestreitbar Geschichte geschrieben.

Doch im Wettstreit mit Mitbewerbern im Kompakt-Van-Segment wie dem VW Touran darf man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Und so wird ab 14. Januar 2012 die dritte Generation beim Händler warten – der Zafira Tourer. Wir durften vorab einen ersten Eindruck gewinnen:

Wohlfühlen: Die Sitze sind bequem, die vielen Knöpfe und Hebel erklären sich aber nicht immer selbst.

Äußerlich haben die Designer ordentlich Hand angelegt. Der Zafirer Tourer hat eine stromlinienförmige Karosserie verpasst bekommen, die an der Seite sichelförmig verlaufende Sicke erzeugt einen Eindruck der ständigen Vorwärtsbewegung. Ja, hier rollt eher ein Hochgeschwindigkeitszug als ein Familienbomber heran. Mit solch einer Optik kann sich durchaus auch der Geschäftsmann oder der Lifestyletyp sehen lassen. Markant sind übrigens auch die neuen Leuchteinheiten, die an elegant geschwungene Bumerangs erinnern sollen.

Im Opel Zafira Tourer wird die Fahrt zur Traumreise.

Innen ist Glas, überall Glas. Als Pilot im Tourer genießt man vollen Rundumblick – und jede Menge Sonnenschein, vorausgesetzt unser Zentralgestirn versteckt sich nicht hinter einer Wolke. Und vorausgesetzt man hat sich die Panoramawindschutzscheibe samt riesigem Panoramadach für 1.300 Euro Aufpreis gegönnt. Das lohnt sich jedoch und rundet die Wohlfühlatmosphäre im Inneren des Tourers ab. Auch die hinteren Passagiere dürfen sich freuen – vor allem wenn sie im Lounge-Sitzsystem Platz nehmen. Hier lassen sich nicht nur Bein- und Schulterfreiheit beträchtlich vergrößern – der Clou ist der Mittelsitz, der sich zur Armlehne umbauen lässt. Aber Flexibilität war ja schon immer die große Stärke des Zafira. Wie im bisherigen Zafira Family – den es übrigens weiterhin in der Modellpalette geben wird – sind die hinteren Sitze des als fünf- oder siebensitzigen Tourers komplett versenkbar. So wird ein maximales Ladevolumen von 1.860 Litern erreichen.

Opel Zafira Tourer: Die dritte Generation

Opel Zafira Tourer: Die dritte Generation

Flexibilität: Der Fahrradträger kann vier Radl bis 100 Kilo tragen und ist wegklappbar.

Das Fahren des 165 PS starken 2.0 CDTI Dieselmotors des Spitzenmodells Innovation gestaltet sich unaufgeregt. Ruhig gleitet es dahin – ob durch Kurven, über Lanstraßen oder Autobahn. Ein wenig mehr Power würde dem Tourer freilich mehr Fahrspaß entlocken. Als Benziner ist ein 1,8er mit 115 PS und ein 1,4 Turbo mit 120 oder 140 PS zu haben. Sicherheit wird im Tourer groß geschrieben. Er verfügt über zahlreiche „Schutzengelfunktionen“ wie Spurassistent, Abstandswarner oder Tote-Winkel-Warner, gestützt durch Frontkamera, Frontradar und Ultraschallsensoren. Und die Preise? Los geht es bei 22.950 Euro. Doch wer sich Komfort, Sicherheit und Spaß gönnen will, kratzt schnell an der 35.000 Euro-Marke.

K.B.

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