Peugeot startet dieser Tage seinen neuen kompakten 308: Golf-Attacke

München - Peugeot wagt einen neuen Anlauf: Als geräumiger Kompakter mit hoher Dachlinie und großen Glasflächen kommt dieser Tage der Peugeot 308 als frischer Golf-Konkurrent auf den Markt. Die Schräglimousine übertrifft ihren Vorgänger 307 nicht nur an Länge und Breite, sondern will auch in Sachen Effizienz Punkte sammeln, um in der verkaufsstärksten Fahrzeugklasse Europas ganz vorne mitmischen zu können.

An den Start geht der als Drei- oder Fünftürer angebotene Franzose motorseitig mit je drei Benzinern und Diesel, insgesamt steht dem Kunden derzeit ein Leistungsspektrum von 90 bis 150 PS zur Verfügung. Wobei Peugeot löblicherweise den Einstiegspreis um 300 auf 14 950 Euro im Vergleich zum Vorgänger gesenkt hat. Mit seiner keilförmigen Karosserie und dem breiten Haifischmaul setzt der Kompakte wie seine Brüder aus dem Hause Peugeot auf einen starken optischen Auftritt. Auch die V-förmige Motorhaube und die wie Katzenaugen gezeichneten, weit in die Kotflügel reichenden Scheinwerfer versprechen einen hohen Wiedererkennungswert. Für eine zusätzliche Dynamik sorgt weiter die schräg stehende Windschutzscheibe, die viel Licht ins Innere lässt.

Der auch aus dem Peugeot 207 bekannte Top-Benziner stammt aus der Kooperation von PSA und BMW. Der turboverstärkte Ottomotor mit Direkteinspritzung und variabler Ventilsteuerung beschleunigt den Kompakten in 8,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 213 Sachen. Als Verbrauch geben die Franzosen 7,1 Liter Super auf 100 km an. Der Motor ist vorerst lediglich mit einem Fünfgang-Getriebe gekoppelt, eine Sechsgang-Schaltung ist erst mittelfristig geplant. Zum Marktstart sind dazu noch zwei weitere Benzinmotoren aus der Zusammenarbeit mit BMW im Angebot: ein 1,4-Liter-Triebwerk mit 95 PS und ein 1,6-Liter-Motor mit 120 PS.

Sparsamer und mit knackigem Sechsgang-Getriebe fährt der von PSA entwickelte 2,0-Liter-Dieselmotor mit 136 PS Leistung vor. Der laufruhige Selbstzünder begnügt sich mit sechs bis sieben Liter Kraftstoff pro 100 km. Sein maximales Drehmoment von 320 Nm liegt bereits ab 2000 Touren an, das dank einer Overboost-Funktion kurzzeitig auf 340 Nm gesteigert werden kann. Ebenfalls ab sofort zu haben sind zwei 1,6-Liter-Selbstzünder mit 90 und 109 PS. Neben den Motoren überzeugt auch das Innenraumkonzept.

Bei den Ablagen im Innenraum hat sich Peugeot einiges einfallen lassen: Optional gibt es etwa ein klimatisiertes Handschuhfach, einen kleinen Abfallbehälter für die Fondpassagiere, ein gepolstertes Brillenfach für Fahrer oder Beifahrer unter dem Dachhimmel, Schubladen unter den Vordersitzen, Stauraum in der Armlehne hinten oder ein verstecktes Fach in der Gepäckraumabdeckung, das sowohl von den Rücksitzen als auch von der Kofferraumseite aus geöffnet werden kann. So entstehen bis zu 42 Liter zusätzlicher Stauraum. Das Kofferraumvolumen liegt bei 348 Litern und kann durch das etwas mühsame Umklappen der Rücksitze auf bis zu 1200 Liter erweitert werden.

Peugeot hofft, mit seinem neuen Kompakten auf rund 4000 Verkäufe in Deutschland bis Ende des Jahres zu kommen. Im ersten vollen Verkaufsjahr sollen dann bei uns 24 000 Einheiten des 308 abgesetzt werden, weltweit plant Peugeot mit 350 000 verkauften Einheiten. Die Franzosen rechnen dabei mit einem Dieselanteil von 60 Prozent und einem Fünftürer-Anteil von 90 Prozent beim neuen 308. Verkaufsstärkste Motoren sollen nach dem Glauben der Marktstrategen von Peugeot der 120 PS starke Benziner und die 109 starke Diesel-Version mit einem Anteil von jeweils rund 25 Prozent sein.

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