Porsche: Der Elfer in Höchstform

Stuttgart - Porsche! Ein Name, der seit 60 Jahren fasziniert. Weil er mit Sportwagen verbunden ist, die mit deutscher Perfektion gebaut werden und dem Fahrer zum einen unbändigen Fahrspass und zum anderen hohe Alltagstauglichkeit garantieren.

Zum 60. Geburtstag stehen die Zuffenhausener vor den Toren Stuttgarts nicht nur vor der Mehrheitsbeteiligung bei Europas größtem Automobilhersteller Volkswagen, sondern gönnen sich auch einen gründlich überarbeiteten 911 Carrera.

Der Klassiker erhält komplett neu entwickelte Sechszylinder-Boxermotoren, die erstmals mit Benzindirekteinspritzung arbeiten. Weiteres technisches Highlight ist das in einem Porsche zum ersten Mal gegen Aufpreis erhältliche Doppelkupplungsgetriebe. Sowohl das Coupé als auch das Cabriolet sind wahlweise mit einem 3,6- l-Boxer mit 345 PS oder als S-Version mit dem stärkeren 3,8-l-Boxer mit 385 PS erhältlich.

Die Preisliste weist Beträge von rund 83 000 Euro für das 911 Carrera Coupé und rund 105 000 Euro für das 911 Carrera S Cabriolet aus. Im Vergleich zu den alten Aggregaten gleichen Hubraums holten die Porsche-Ingenieure aus dem 3,6-l-Boxer zusätzliche 20 PS und aus dem 3, 8-l weitere 30 Pferdestärken heraus. Die Fahrleistungen liegen in beiden Versionen wie gewohnt auf höchstem Niveau.

Und auch die vorzüglichen Bremsen geben dem Fahrer ein Gefühl unerschütterlicher Sicherheit, wie sie überhaupt das gesamte Auto ausstrahlt. Neu und spektakulär ist das gegen einen Aufpreis von 3510 Euro bestellbare Doppelkupplungsgetriebe. Das Prinzip des Schaltens praktisch ohne Zugkraftunterbrechung mittels zweier paralleler Kupplungen ist ja bereits aus VW- und Audi-Modellen bekannt. Die wenigsten wissen jedoch, dass Porsche die Technik schon vor 25 Jahren erstmals anwandte, allerdings nur im Motorsport - die Hürden für einen Serieneinsatz waren damals mangels heute gängiger Elektronikkapazität einfach zu hoch.

Die Doppelkupplung steigert mit ihren blitzschnellen Gangwechseln den Fahrspaß deutlich sowohl im Vergleich zum serienmäßigen Sechsganggetriebe als auch zur abgelösten, zuletzt eher etwas langweiligen Tiptronic. Der Aufpreis mutet zwar hoch an, die Investition lohnt aber - nicht zuletzt auch im Vergleich zu den selbstbewussten Grundpreisen für den 911er. Ein Lob verdienen die Ingenieure auch defür den Umgang mit dem teuren Sprit. Dank der erstmals verwendeten Benzindirekteinspritzung sinkt der Verbrauch je nach Modell um bis zu 15 Prozent.

Ein Mixverbrauch von 9,8 l auf 100 km im Carrera Coupé mit Doppelkupplungsgetriebe ist auf jeden Fall aller Ehren wert. Optisch erscheint der Carrera sowohl als Coupé wie auch als Cabriolet auf den ersten Blick kaum verändert. Am leichtesten fällt die Unterscheidung zum Vorgänger an den Scheinwerfern. Hier weisen serienmäßige Xenon-Leuchten den Weg, darunter wurde erstmals eine Reihe LED-Leuchten als Tagfahrlicht angeordnet.

Die gleiche Technik findet sich auch im Heck des 911ers. Ansonsten hat Porsche gut daran getan, an der Karosserie dieser stilbildenden Ikone nur sehr vorsichtig Hand anzulegen. So wirkt der 911er wie eh und je klassisch und modern, sportlich und seriös, dynamisch und sicher zugleich. Ein Sportwagen also, dessen legendärer Werterhalt die hohe Grundinvestition zumindest für gut Betuchte immer noch lohnt.

Porsche Carrera 911

Zweitüriges, 2+2-sitziges Coupé bzw. Cabriolet; 3,6-l-/3,8-l-Sechszylinder-Boxer mit Benzindirekteinspritzung, 345 bzw. 385 PS, 390 Nm bei 4400 U/min bzw. 420 Nm bei 4400 U/min, Spitze: 289 bzw. 302 km/h, 0- Tempo100: 4,9 bzw. 4,7 sek, Durchschnittsverbrauch 10,3 l/100 km bzw. 10,6 l Super Plus, CO2-Ausstoß: 242 bzw. 250 g/km, Preise: 83 032 Euro (Carrera Coupé), 93 980 Euro (Carrera Cabriolet/Carrera S Coupé), 104 928 Euro (Carrera S Cabriolet)

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