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Der V6-Benziner mit 333 PS sowie der Elektromotor mit 95 PS sitzen vorn, im Heck ist die Batterie untergebracht.

Eine saubere Performance

Porsche Panamera S E-Hybrid: Ein starkes Stück!

München - Ein starkes Stück! Porsche traut sich was und bringt mit dem Panamera S E-Hybrid den ersten Plug-In-Hybrid in der Luxusklasse auf die Straße.

Der Performance schadet das ökologische Bewusstsein dabei nicht, im Gegenteil – der Systemleistung von satten 416 PS steht im Idealfall ein angegebener Normverbrauch von 3,1 Litern pro 100 Kilometern gegenüber. Sauber, möchte man da sagen. Das Hightechpaket kommt im Juli in den Handel, für den satten Preis ab 100.409 Euro.

Plug-In-Hybrid, was heißt das noch mal? Wichtigster Unterschied zum Hybrid: Die Batterie des Wagens kann eigens über die Steckdose geladen werden. Ansonsten gilt: Kurzstrecken lassen sich rein elektrisch bewältigen. Neigt sich die Kapazität der Batterie dem Ende entgegen, springt automatisch der Benzineran. DerPanamera S E-Hybrid verfügt konkret über eine elektrische Reichweite von bis zu 36 Kilometern. Klingt wenig. Statistiken haben jedoch durchschnittliche Pendelstrecken von rund 25 Kilometer ergeben – und schon klingt das Ganze wieder machbar. Vorausgesetzt, man kann beim Arbeitgeber mal eben schnell die Batterie an der Steckdose „auftanken“. Das soll an der normalen Haushaltssteckdosewenigeralsvier, anSchnellladestationen zweieinhalb Stunden dauern. Immerhin 80 Prozent aller Strecken, so hat man bei Porsche errechnet, lassen sich übrigens mit der elektrischen Reichweite des Panamera Plug-In-Hybrid abdecken. Nun steht Porsche aber auch für Sportlichkeit und Performance. Und da fällt der Öko- Panamera keinesfalls aus der Reihe. Die Daten im Einzelnen: Aus dem Stand beschleunigt die 2095 Kilo schwere Edel-Limousine in 5,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht in der Spitze 270 km/h. Der V6-Benzindirekteinspritzer liefert seine 333 PS Leistung bei 6500 U/min ab und stellt zwischen 3000 und 5250 U/ min sein maximales Drehmoment von 440 Newtonmetern bereit, der Elektromotor gibt mit 95 PS zusätzlich Schub. Das maximale Drehmoment von 310 Newtonmetern steht aus dem Stand bis 1700 U/min zur Verfügung.

Ökonomisches Fahren wird stärker vom Fahrer abhängig: Der E-Charge-Modus, aktivierbar über eine Taste in der Mittelkonsole, lädt noch während der Fahrt die Batterie wieder auf. Dazu wird der Elektromotor auf Generatorfunktion geschaltet. Dadurch wird eine zusätzliche Last erzeugt, bis der Verbrenner in besonders effizienten Betriebsbereichen arbeitet. So holt der Hybrid mehr Energie aus dem Kraftstoff, der in die Batterie eingespeist wird. Das empfiehlt sich vor allem auf der Autobahn und kurz vor der Einfahrt in die Stadt: Dort ist dann wieder geräuschloses vor allem aber emissionsfreies Elektro-Fahren möglich. Zusätzlich arbeitet der Panamera mit Rekuparation, also Bremsenergierückgewinnung – auch dies kommt dem E-Antrieb zu gute. Dies sind nur ein paar Aspekte des umfangreichen Technikpaketes, das die Ingenieure bei Porsche geschnürt haben.

Fazit: Der Panamera S E-Hybrid nimmt eine Vorreiterrolle ein. Ein Wagen vor allem für technikaffine Kunden, die bereit sind, in moderne und saubere Antriebstechnik zu investieren.

K. Basaran

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