Praktische Italo-Kiste

München - So viele neue Kleintransporter wie in den letzten Monaten gab es noch nie in Deutschland. Den vorläufigen Schlusspunkt unter den Premierenreigen setzt jetzt Fiat mit dem neuen Einstiegsmodell Fiorino. Der 3,86 m kurze zweisitzige Kastenwagen steht zu Preisen ab netto 9750 Euro in den Schauräumen der deutschen Händler.

Die fünfsitzige Pkw-Version Fiorino Panorama hat gerade ihre Weltpremiere auf dem Genfer Salon gefeiert und kommt im September in Deutschland in den Handel. Komplettiert wird die Fiorino-Familie durch eine fünfsitzige Kombiversion und den Fiorino Adventure mit Unterfahrschutz und 20 Millimeter mehr Bodenfreiheit für Einsätze auf Baustellen oder im ländlichen Bereich.

Für kraftvollen und sparsamen Vortrieb in dem kompakten Lastesel sorgt ein 75 PS starker 1,3-l-16V-Multijet-Turbodiesel mit serienmäßigem Rußpartikelfilter - bei Nutzfahrzeugen sonst noch nicht Standard. Alternativ gibt es einen 1,4-l-Benziner mit 73 PS. Später soll eine Version mit Elektroantrieb folgen.

Wie die Schwestermodelle Peugeot Bipper und Citroen Nemo wird auch der Fiat Fiorino in der Türkei produziert, wobei der Fiat in Auftritt und Ausstattung allerdings eher dem frech-fröhlichen italienischen Stil entspricht. Besonders die modisch-bunten Farben und die dynamisch-schwungvolle Seitenlinie der Pkw-Version lassen die Nutzfahrzeugherkunft fast vergessen. Weit mehr noch als der erste Fiat Fiorino aus den 80er Jahren zeigt die kleine "Kiste" heute innere Größe.

Kopffreiheit ist kein Thema, und der Copilot rückt dank langstreckentauglicher Innenbreite auf angenehme Distanz. Die Interieurmaterialien sind zwar um Pkw-Wohnlichkeit bemüht, strömen letztlich aber doch den Duft und Charme eines Lastesels aus. Was im Fiorino für die Familie dann aber erfreulich anders sein wird. In allen Versionen gleich sind dafür die entscheidenden Qualitäten: niedrige Ladekante, große Luken, fast ebener Ladeboden, bei im Boden versenktem Beifahrersitz bis 2,50 m Ladelänge und ein Ladevolumen von 356 bis zu 2800 Liter, geeignet für Kisten, Kästen oder sperrige Sportgeräte.

Dazu gibts den Italiener als Nutzfahrzeug in einer seltenen Karosserievielfalt mit wahlweise einer, zwei oder ohne seitliche Schiebetüren sowie mit zweiteiliger Heckflügeltür. Der kantige Kasten dürfte so Karriere als preiswerter City-Transporter und als klassenloses kleines Familienauto machen. Entsprechend ambitioniert sind die Verkaufsziele für Fiats kleinsten Transporter in Deutschland: 2000 Einheiten wollen die Italiener noch in diesem Jahr verkaufen und 5000 Fiorino sollen es bereits im nächsten Jahr werden, davon jeder fünfte als Fiorino Panorama.

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