Land Rover bringt als erster Hersteller einen SUV Cabrio auf den Markt. Foto: Range Rover
1 von 6
Land Rover bringt als erster Hersteller einen SUV Cabrio auf den Markt. 
Klimaanlage, Sitz- und Lenkradheizung geben alles. Auch bei Schnee herrscht im Auto eigentlich Sommer. Foto: Range Rover
2 von 6
Klimaanlage, Sitz- und Lenkradheizung geben alles. Auch bei Schnee herrscht im Auto eigentlich Sommer. 
Der Allradantrieb ist serienmäßig. Foto: Range Rover
3 von 6
Der Allradantrieb ist serienmäßig. 
Seitenscheiben und das Windschott sind perfekt platziert. Auch im Winter kann man theoretisch ohne Kopfbedeckung fahren. Foto: Range Rover
4 von 6
Seitenscheiben und das Windschott sind perfekt platziert. Auch im Winter kann man theoretisch ohne Kopfbedeckung fahren.
Ist das Verdeck geschlossen, wird es im Fond recht eng. Foto: Range Rover
5 von 6
Ist das Verdeck geschlossen, wird es im Fond recht eng.
Der Evoque ist eine echte Bereicherung des SUV-Segments. Foto: Range Rover
6 von 6
Der Evoque ist eine echte Bereicherung des SUV-Segments. 

Frische Luft

Range Rover Evoque Cabrio: Pfadfinder in Sommerlaune

Nachdem das SUV so ziemlich alle Segmente erobert hat, mischt es jetzt bei den Cabrios mit. Als erster Geländewagenhersteller setzt Land Rover seine Kunden in einem modernen Offroader an die frische Luft.

Unten Schlamm oder Sand und oben die Sonne - das sind die Bilder, mit denen Land Rover Frischluftfans jetzt in unwägbares Gelände lockt. Denn als erster Hersteller bringen die Briten ein modernes SUV Cabrio an den Start. Ab Juni gibt es denRange Rover Evoque ab 51 200 Euro.

In 20 Sekunden auf den Präsentierteller

Wer binnen knapp 20 Sekunden die Stoffmütze in den Nacken schiebt, sitzt dabei förmlich auf dem Präsentierteller. Wo Geländewagen sonst eine gewisse Geborgenheit bieten und die Insassen hinter dickem Blech abschirmen, fühlt man sich im Evoque seltsam exponiert.

Mehr Übersicht, weniger Platz

Das offene Verdeck bietet einige Vorteile: Anders als im geschlossenen Coupé kann man zum ersten Mal halbwegs bequem einsteigen. Es mangelt den Hinterbänklern nicht mehr an Kopffreiheit und im Rückspiegel ist sogar was zu sehen. Im Gegenzug schrumpft allerdings der Kofferraum auf mäßige 251 Liter, unter dem geschlossenen Dach wird es im Fond um so enger und das Blickfeld durch die gläserne Heckscheibe noch kleiner.

365 Tage Sommer im Jahr

Keinen Unterschied macht die Stellung des Daches dagegen für das Wohlbefinden an Bord. Denn geschlossen ist es so gut isoliert, dass Krach und Kälte draußen bleiben. Und wenn es offen ist, schirmen die Seitenscheiben und das Windschott die Passagiere so gut ab, dass man selbst im Winter ohne Jacke und Mütze fahren kann.

Klimaanlage, Sitz- und Lenkradheizung sind so stark, dass im Auto eigentlich immer Sommer ist. Auf Sperenzchen wie es eine Nackenheizung kann man deshalb gut verzichten. Nur eine Fernbedienung fürs Dach wäre nicht schlecht. Dann könnte man mit dem Schaustück vielleicht noch ein paar Blicke mehr fangen.

Oben Sonne, unten Schlamm oder Sand

Serienmäßig mit Allradantrieb und einem Heer von Assistenten bestückt, kommt der Evoque im Gelände genauso weit wie die geschlossenen Modelle. Selbst vor tiefen Furchen, seichten Furten und steilen Feldwegen ist dem Cabrio nicht bange. Und wo sich andere offene Autos bisweilen schon auf dem Bordstein verwinden wie ein nasses Handtuch, herrscht im Evoque selbst bei großer Verschränkung Ruhe im Gebälk. Nicht umsonst haben die Briten dafür vier Zentner Stahl-Streben in den Unterboden und vor die Rückbank geschweißt.

Entwarnung an der Sturmfront

Stolze zwei Tonnen schwer, wirkt das Cabrio beim Kickdown ein wenig kurzatmig - selbst wenn man von den drei Motoren mit 110 kW/150 PS bis 177 kW/240 PS den stärksten Diesel wählt. Der hat zwar nur 132 kW/180 PS, bietet dafür aber mit 430 Nm das höchste Drehmoment. Trotzdem beschleunigt der Evoque eher gemütlich, braucht von 0 auf 100 km/h stolze 10,3 Sekunden und streicht bei 195 km/h die Segel.

Ohne Tadel bleibt dagegen der Verbrauch - zumindest auf dem Papier: Weil sich der Allrad nur bei Bedarf automatisch zuschaltet und die Neungang-Automatik sehr effizient ist, reichen dem Cabrio auf dem Prüfstand 5,7 Liter (CO2-Ausstoß 149 g/km).

Fazit: Öfter mal was Neues

Für ein Massenphänomen mag der offene Evoque zu unkonventionell sein, zu teuer und zu spitz zugeschnitten. Doch für Selbstdarsteller in Sommerlaune ist er eine gute Wahl und für das SUV-Segment eine interessante Bereicherung. Und dass die Briten nicht so ganz daneben liegen, zeigen nicht nur die 1500 Vorbestellungen, sondern auch die Pläne der Konkurrenz. Nicht umsonst hat zum Beispiel VW seinen aktuellem Entwurf für ein SUV auf Polo-Basis zum Genfer Salon in diesem Frühjahr ebenfalls als Cabrio auf die Bühne gerollt.

Motor und Antrieb

Vierzylinder-Commonrail-Diesel

Hubraum:

1999 ccm

Max. Leistung:

132 kW/180 PS bei 4000 U/min

Max. Drehmoment:

430 Nm bei 1750 U/min

Antrieb:

Allradantrieb

Getriebe:

Neungang-Automatik

Maße und Gewichte

Länge:

4,37 m

Breite:

1,98 m

Höhe:

1,60 m

Radstand:

2,66 m

Leergewicht:

1967 kg

Zuladung:

k.A.

Kofferraumvolumen:

251 Liter

Fahrdaten

Höchstgeschwindigkeit:

195 km/h

Beschleunigung 0-100 km/h:

10,3 s

Durchschnittsverbrauch:

5,7 Liter/100 km

Reichweite:

950 km

CO2-Emission:

149 g/km

Kraftstoff:

Diesel

Schadstoffklasse:

Eu6

Energieeffizienzklasse:

k.A.

Kosten

Basispreis des Evoque Cabrio:

51 200 Euro

Grundpreis des Evoque Cabrio TD4 180 PS:

54 100 Euro

Typklassen:

k.A.

Kfz-Steuer:

298 Euro/Jahr

Wichtige Serienausstattung

Sicherheit:

Vier Airbags, automatische Überrollbügel, Auffahrwarner mit Notbremsfunktion

Komfort:

Klimaautomatik, Touchscreen, Parksensoren, elektrisches Verdeck

Spritspartechnik:

Start-Stopp-Automatik

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

dpa-infocom

Sexy im Schlamm und Schnee: Range Rover Evoque Cabrio

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Renault bietet Sonderausbau für Handwerker an
Robust und praktisch: Renault bietet seine leichten Nutzfahrzeuge Kangoo Rapid, Trafic und Master als „Engelbert Straus Edition“ an.
Renault bietet Sonderausbau für Handwerker an
Das ist der schnellste und stärkste Ferrari der Geschichte
Beim Ferrari 812 Superfast ist der Name Programm: Unter der aerodynamischen Motorhaube steckt ein 800-PS-V12 Motor. Das hört sich „Superfast“ an, oder?  
Das ist der schnellste und stärkste Ferrari der Geschichte
Top 10: Diese Promis sind die beliebtesten Beifahrer
Besserwisser oder Quasselstrippe - Beifahrer können wahnsinnig nerven. Welchen Promi sich Deutsche als Sitznachbarn im Auto wünschen, wollte ein Internetportal wissen. 
Top 10: Diese Promis sind die beliebtesten Beifahrer
Die neuesten SUV-Sondermodelle
Die Hersteller Subaru, Jeep und Porsche bringen Spezialeditionen ihrer Geländelimousinen auf den Markt. 
Die neuesten SUV-Sondermodelle

Kommentare