Reife-Prozess

- Wieder zu erkennen ist der neue Santa Fe auf Anhieb nicht. Denn im Vergleich zum Vorgänger hat Hyundai seinen Geländegänger schon optisch deutlich aufgemöbelt. Mandeläugig kommt er jetzt daher, die breiten, schlitzartigen Scheinwerfer wirken schnittig und elegant.

Das europäische Design kaschiert geschickt den Speck, den Hyundais großes SUV gegenüber dem Vorgänger angesetzt hat: Die Länge wuchs um knapp 18 cm auf nunmehr 4,68 m. Zudem ist der koreanische Allradler breiter und bietet mehr Radstand und Kofferraum. Die gewachsenen Abmessungen kommen besonders den Fondpassagieren zugute. Kopfund Kniefreiheit sind reichlich. Die Rückbank ist im Verhältnis 60:40 umklappbar.

Wer mehr Personen kutschieren muss, kann für 1490 Euro Aufpreis das 7-Sitzer-Paket ordern. Das besteht aus zwei zusätzlichen Sitzen vor der Kofferraumklappe, die sich mit einem Handgriff aufrichten oder im Boden versenken lassen. Dazu bietet das Paket eine separate Klimaanlage für die dritte Sitzreihe und einen automatischen Niveauausgleich. Ohne dritte Sitzreihe und bei umgelegter Rückbank steigt das Kofferraumvolumen auf 1582 Liter. Das Cockpit mit Mittelkonsole und Schaltkulisse in Alu-Optik hinterlässt einen wertigeren Eindruck als beim Vorgänger.

Viele Ablagefächer, Kartenleselampen sowie Dosen- und Flaschenhalter in den hinteren Türen liefern Pluspunkte in Sachen Alltagstauglichkeit. Durchdacht ist auch die Heckklappe, die mit einem großen Handgriff geöffnet wird. Angeboten wird der Santa Fe als reiner Fronttriebler oder als Allradler, zudem wahlweise mit Viergangautomatik oder Fünfgang-Schaltgetriebe. Als Motoroptionen stehen ein 2,7-l-V6-Benziner mit 189 PS sowie ein modernes 2,2-l-CRDi-Aggregat mit 150 PS zur Verfügung.

Der neue Diesel soll ab dem Spätsommer dann auch Euro-4 erfüllen und serienmäßig mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet werden. Wer sich aber schon jetzt für einen Santa Fe entscheidet, bekommt einen Gutschein für die spätere Nachrüstung. Der 2.2 CRDi sorgt bei dem 1,7 Tonnen schweren Koreaner für respektable Fahrleistungen. 335 Nm und 180 km/h Spitze liegen denn auch im Klassendurchschnitt.

Erfreulich der günstige Verbrauch beim CRDi: 7,3 Liter Durchschnittsverbrauch (Automatik: 8,1 Liter) können sich für einen Allradler dieser Dimensionen durchaus sehen lassen. Der Allradantrieb schaltet sich mit einer elektromagnetischen Mehrscheibenkupplung schlupfabhängig zu. Bei normaler Fahrt liegt die Kraft komplett auf den Vorderrädern. Bei Bedarf können bis zu 50 Prozent der Leistung nach hinten geleitet werden.

Der Hyundai Santa Fe kostet mit Vorderrad-Antrieb 29 490 Euro und in der Allradversion ab 31 990 Euro. Dafür bringt er eine ordentliche Ausstattung mit, zu der auch ESP und diverse Airbags gehören. Ein Komfort-Paket mit Sitzheizung, elektrischen Ledersitzen und Klimaautomatik gibt es gegen 2990 Euro Aufpreis.

Vom neuen Santa Fe möchte Hyundais deutscher Statthalter Karl-Heinz Engels heuer noch 3000 Einheiten verkaufen. Insgesamt erreichte Hyundai im vergangenen Jahr in Deutschland ein Neuzulassungsvolumen von knapp 53 000 Fahrzeugen und damit einen Marktanteil von 1,55 Prozent. Für 2006 strebt Engels 55 000 Neuzulassungen an. OSW

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