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Renault Mégane viel Fahrspaß zum kleinen Preis.

Mehr Licht für trübe Tage

Wer viel offenen Fahrspaß zum kleinen Preis sucht, findet in den Cabrio-Versionen des kompakten Renault Mégane eine willkommene Alternative.

Die Franzosen haben sich vor einiger Zeit vom Stoffdach verabschiedet. Seither schützt eine feste Haube die Insassen, deren Clou ihr gläsernes Mittelteil ist. So kommt auch an trüben Tagen Fahrfreude auf.

Renault Mégane Coupé-Cabriolet

Preis: 33.250 Euro

Leistung: 132 kW/180 PS

Spitze: 225 km/h Spitze

Beschleunigung: 8,6 s von 0 auf 100 km/h

Verbrauch: 8,1 Liter auf 100 km

CO2-Emission: 188 g/km

Wenn man nicht gar offen fährt, weil der Renault seine Insassen in der kalten Jahreszeit geradezu in Watte packt. Mit seiner weit in den Fahrgastraum gezogenen Frontscheibe und dem transparenten Windabweiser zwischen den als Überrollschutz dienenden Fondkopfstützen bietet das Coupé-Cabriolet einen derart hohen Wetterschutz, dass es Nachbars Zwillingen bei der sonntäglichen Ausfahrt auf dem Rücksitz fast schon zu heimelig war. Das zusätzlich erhältliche Windschott dürfte daher besonders empfindlichen Gemütern vorbehalten sein.

Renault Mégane: Innerhalb von 21 Sekunden verwandelt sich das stehende Cabrio in ein Coupé.

Wohlbefinden bei Temperaturen um die 13 Grad Celsius bescheren eine leistungsstarke Klimaanlage und natürlich beheizte Vordersitze, die außerdem Komforteigenschaften für Langstrecken mitbringen. Hinten geht es trotz beeindruckender Fahrzeuglänge von 4,48 Metern ziemlich beengt zu. Die gestreckte Kontur mit optisch großem Kofferraum fordert nicht nur in dieser Hinsicht ihren Tribut, sondern auch Zugeständnisse des Karosseriedesigns, in dieser Fahrzeugkategorie immer wieder eine Herausforderung für Gestalter. Der Kofferraum fasst 211 bis 417 Liter Gepäck, das flach unter das Dachpaket beziehungsweise eine Abdeckung geschoben werden muss.

Cabrio-Saison: Die Schönsten 2010

Foto 

Innerhalb von 21 Sekunden verwandelt sich das stehende Cabrio in ein Coupé. Bei geschlossenem Dach beeindrucken das relativ große Heckfenster und der lichtdurchflutete, geschmackvoll gestaltete Innenraum mit hochwertigen Edelstahl-Zierteilen und perfekter Ergonomie, vor allem in Sachen Infotainment. Misslich sind störende Windgeräusche und das deutlich vernehmbare Knarzen und Knacken der Dachkonstruktion beim Überfahren größerer Unebenheiten. Die Karosserie ist offen wie geschlossen unübersichtlich, eine akustische Einparkhilfe höheren Ausstattungsniveaus vorbehalten.

Die von uns gefahrene GT-Version bringt Alu-Pedalerie mit und ein Sportfahrwerk, das bei aller Härte hinreichend komfortabel ist, um lange Autobahnetappen stressfrei zu absolvieren. In Kurven zeigt der Fronttriebler eine leichte Neigung zum Untersteuern, wahrt ansonsten Neutralität. Der Turbo-Vierzylinder überzeugt durch Laufruhe und Kraft, die schon im unteren Drehzahlbereich zur Verfügung steht, allein das Sechsgang-Getriebe hat seine Haken und Ösen. Der Testverbrauch liegt mit neun Litern nur geringfügig über den Werksangaben. Auch in dieser Hinsicht hält der Franzose, was er verspricht.

Carsten Müller

 

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