Rüsselsheimer Genie-Streiche

- Nach dem Bestseller Zafira will jetzt Opel mit dem Meriva eine Klasse tiefer ein weiteres Raumwunder auflegen. Der fünfsitzige Minivan interpretiert dabei die zentralen Ideen des erfolgreichen Siebensitzers neu und will wiederum Maßstäbe bei der Innenraum-Variabilität setzen. Der Clou: Dank seines cleveren "FlexSpace"-Raumkonzepts lässt sich der Fünfsitzer im Handumdrehen - ohne Sitzausbau - beispielsweise in einen geräumigen Viersitzer verwandeln, in dem die beiden Fond-Passagiere so großzügige Platzverhältnisse wie in der gehobenen Mittelklasse genießen können.

<P>Selbst in dieser sehr komfortorientierten Konfiguration bleibt reichlich Raum für das Gepäck - als Fünfsitzer verfügt der Meriva über ein Kofferraumvolumen von rund 490 Liter. Und bei Bedarf lässt er sich mit wenigen Handgriffen in einen zweisitzigen Van mit einem fast 1,70 m langen, über 1300 Liter fassenden Laderaum verwandeln. Der neue Rüsselsheimer feiert sein Debüt Ende September auf dem Pariser Automobilsalon und kommt im Frühjahr 2003 auf den europäischen Markt. </P><P> Der Minivan ist genau 4,04 m lang, sein Radstand beträgt jedoch 2,63 m - das sind nur 64 Millimeter weniger als beim Zafira. Bei Breite (1,69m m) und Höhe (1,62 m) kommt der Meriva bis auf 48 beziehungsweise 56 mm an seinen großen Bruder heran. </P><P>Für den Antrieb sorgen zum Start Diesel- und Benzinmotoren von 1,6 bis 1,8 Liter Hubraum und einem Leistungsspektrum von 75 bis 125 PS. "Der neue Meriva zeigt das kreative Potenzial der Marke Opel. Künftig werden rund 40 Prozent unserer Modelle solche wegweisenden, innovativen Fahrzeugkonzepte verkörpern und damit klassische Segmentgrenzen überschreiten", verspricht denn auch stolz Opel-Vorstandschef Carl-Peter Forster. </P><P>Grundlage der Variabilität beim Meriva ist das neue "FlexSpace"-Raumkonzept. Die Opel-Ingenieure teilten die hintere Sitzanlage, für die bereits mehrere Patente angemeldet sind, in drei voneinander völlig unabhängige Einheiten auf: zwei breite Einzelsitze und einen schmaleren, mit einem Dreipunkt-Automatikgurt und einer voll versenkbaren Kopfstütze ausgerüsteten Mittelsitz. </P><P>In der Grundposition finden so im Fond drei Personen reichlich Platz vor. Der Trick des "FlexSpace"-Systems liegt nun darin, dass seine Lehne 15 cm schmaler geschnitten ist als das Sitzpolster, und dank einer aufwändigen Viergelenk-Kinematik liegt sie nach dem Zusammenklappen des Sitzes auf gleicher Höhe wie die Polster der beiden äußeren Einzelsitze. Danach lassen diese sich auf quer montierten Schienen um jeweils 75 mm nach innen rücken.</P><P> Im nächsten Schritt kann man sie dann um 70 mm nach hinten schieben, weil sie jetzt an den Verkleidungen der hinteren Radkästen vorbei gleiten können. Zu guter Letzt lassen sich die Lehnen dann noch von der Normalstellung mit 23 Grad Neigung in eine Ruheposition von 29 Grad bringen - der Sitzkomfort und die Beinfreiheit in dieser Stellung erreichen so das Format der gehobenen Mittelklasse.  </P>

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