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Saharastaub nicht nur in München: Tipps für die Autowäsche nach dem „Blutregen“

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Von: Franziska Kaindl

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In den vergangenen Tagen färbte sich der Himmel durch den Saharastaub vielerorts rötlich-gelb. Doch damit soll bald Schluss sein. Zeit für eine Autowäsche?

Wer dieser Tage einen Blick auf den Himmel wirft, wird unter anderem mit gelb-roten Wolken überrascht. Warme Luft aus Nordafrika hat den Saharastaub mit nach Mitteleuropa gebracht und führt je nach Wetterverhältnissen zum sogenannten „Blutregen“. So wird das Phänomen bezeichnet, bei dem sich Saharastaub abregnet. Das Phänomen war am Dienstag bereits in den Alpen und in München zu bestaunen – und weitete sich auch am Mittwoch in vielen anderen Teilen Bayerns* aus. Am Donnerstag war der Himmel etwa in München zudem erneut rötlich-gelb gefärbt. Doch auch damit soll demnächst bald Schluss sein: Schon am Wochenende soll wieder die Sonne strahlen – und der Staub passé sein.

So kann‘s leider schnell aussehen, wenn die Fensterscheibe mit Wüstenstaub verdreckt ist.
So unschön kann‘s wetterbedingt aussehen. (Archivbild) © Rene Ruprecht/dpa

Für Autofahrer bedeutet das: Ihr Wagen kann von der hellen Staubschicht bald befreit werden. Diese sollten Sie aber nicht einfach mit einem trockenen Tuch abwischen – es wirkt aufgrund der rund 0,1 bis 10 Mikrometer großen Sandkörner eher wie ein Schmirgelpapier und sorgt für Kratzer im Autolack.

Saharastaub in Deutschland: So waschen Sie Ihr Auto

Generell ist es sinnvoll, das Auto vom Saharastaub zu befreien. Bei Sonnenschein besteht nämlich sonst die Gefahr, dass der Staub in den Autolack eingebrannt wird. Allerdings weist der ADAC darauf hin, dass die Autowäsche von Hand sowie das Abspritzen des Wagens mit einem Schlauch nicht überall erlaubt ist. Daher ist eine Fahrt in die nächste Waschanlage zu empfehlen. Wichtig ist, dass Sie zunächst genügend Wasser verwenden, um den Staub tatsächlich loszuwerden und nicht versehentlich noch weiter in den Lack einzuarbeiten. Besonders wenn hinterher mit Borsten oder Lappen nachgearbeitet werden soll, sollten Sie zuerst den Staub gründlich abwaschen. Die Waschanlage hat im Gegensatz zum Waschen mit dem Gartenschlauch den Vorteil, dass das Wasser neu aufbereitet wird.

Nach dem Waschen holen Sie sich ein feuchtes Tuch und wischen alle verdeckten Stellen ab – zum Beispiel in den Zwischenräumen der Autotür oder am Tankdeckel. Überprüfen Sie auch, ob in den Innenraum des Wagens etwas von dem Saharastaub gelangt ist und reinigen Sie die Oberflächen sanft mit einem feuchten Tuch. Waschen Sie Ihren Lappen dabei immer wieder aus, um den Saharastaub nicht einfach nur hin und herzuschieben. Bei den Autofenstern sollten Sie mit Vorsicht an die Arbeit gehen: Um Kratzer zu vermeiden, verwenden Sie am besten ein spezielles Fensterleder.

Autowaschen bei Saharastaub: Im Nachgang Pollenfilter kontrollieren

Der ADAC weist zudem darauf hin, dass Autofahrer nach dem Saharastaub ihren Innenraumfilter, auch als Pollenfilter bekannt, überprüfen sollten. Wenn dieser voll ist, muss er ausgetauscht werden, damit sich die Ladung nicht irgendwann im Auto ausbreitet. Sie können den Pollenfilter entweder selbst austauschen oder – wenn Hilfe benötigt wird – damit in die Werkstatt fahren. Wer eine Garage hat, kann diese ganze Odyssee natürlich vermeiden und den Wagen geschützt abstellen. (fk)

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