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Fertigungsexperte verhört Elon Musk – Tesla-CEO gesteht: „Fertigung ist die Hölle“

Mit einem Tesla Model 3 war Fertigungsexperte Sandy Munro zuletzt hart ins Gericht gegangen. Nun hat er Tesla-Chef Elon Musk persönlich befragt – und bekam Interessantes zu hören.

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Tesla-Chef Elon Musk sitzt in einem Besprechungsraum.

Tesla-CEO Elon Musk hat in einem Interview mit dem Fertigungsexperten Sandy Munro interessante Einblicke gegeben. © YouTube (Munro Live)

Brownsville (Texas) – Von Sandy Munro haben hierzulande wohl nur die wenigsten Autofans etwas gehört. Bei dem Mann im fortgeschrittenen Alter handelt es sich um einen auf Fertigung spezialisierten Automobilingenieur, der gleichzeitig Inhaber der Beratungsfirma Munro & Associates ist. Zudem betreibt der US-Amerikaner den YouTube-Kanal „Munro Live“, auf dem er sich fast ausschließlich mit dem Thema Tesla beschäftigt. Kürzlich hatte er in einem Video ein brandneues Tesla Model 3 unter die Lupe genommen und war mit dessen Verarbeitungsqualität alles andere als zufrieden. „Ich verstehe nicht, warum es immer noch solche Fertigungsfehler gibt“, hatte er im Bezug auf die üblen Spaltmaße auf der Beifahrerseite gesagt. „Das ist nicht akzeptabel!“ Nun hatte Sandy Munro die Chance, diese Frage dem Verantwortlichen für die Probleme zu stellen – Tesla-Chef Elon Musk (49) erschien am SpaceX-Standort in Brownsville (Texas) zum Video-Interview, wie 24auto.de berichtet.

Tatsächlich ist es die erste Frage, die Sandy Munro an den Tesla-Chef richtet: „Wie kann das sein?“ Elon Musk antwortet verblüffend ehrlich: „Ich glaube, Ihre Kritik war berechtigt.“ Tesla habe eine ganze Weile gebraucht, um die Probleme im Produktionsprozess auszubügeln, erklärt Elon Musk. Besonders während des Anlaufs sei es schwierig, alle Details gut hinzubekommen. Doch Sandy Munro lässt in dieser Frage nicht locker. Schließlich ist der Produktionsanlauf des Tesla Model 3 zum einen schon länger her, zum anderen hat er sich schon mit vielen anderen Tesla-Besitzern getroffen – und dabei eklatante Unterschiede festgestellt: Und zwar zwischen seinem (problematischen) 2021er-Modell und einem weiteren Model 3, das nur einen Monat später gebaut wurde und keinerlei Verarbeitungsprobleme aufweise. So richtig scheint Elon Musk dafür keine tiefere Erklärung zu haben, behauptet aber jedenfalls, dass man zuletzt in der Produktion einiges verbessert habe. Seine Zusammenfassung der Schwierigkeiten: „Fertigung ist die Hölle.“ Irgendwie hat man das doch schon mal von ihm gehört ... *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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