Satte 457 PS im neuen Mercedes C 63 AMG: C wie Chili

- Seinen großen Auftritt hat er im September auf der IAA. Auf die Straße darf er dann allerdings erst im nächsten Jahr. Als neue Topversion der C-Klasse kommt Anfang 2008 der Mercedes-Benz C 63 AMG auf den Markt. Unter der mit zwei Powerdomes verzierten Motorhaube arbeitet ein 6,3-l-V8-Motor mit 457 PS.

Wobei das Auto an sich keine größere Überraschung ist; war doch klar, dass auch bei der neuen C-Klasse die Mannen um AMG-Chef Volker Mornhinweg als Krönung eine hauseigene Version präsentieren werden. Doch diesmal ist es nur mit mehr Power nicht getan.

Das Kraftpaket aus Affalterbach vollzieht gleichzeitig auch eine starke Kurskorrektur in Richtung mehr Sportlichkeit. Ohne aber den beim Mercedes-Kunden ebenfalls gewünschten Komfort-Anspruch allzusehr zu vernachlässigen. Das wiederum erforderte ein Maß an Entwicklungsaufwand, wie er sonst nur bei völlig neuen Modellen üblich ist. Zu den optischen Modifikationen gegenüber den schwächer motorisierten Versionen gehören stark ausgestellte Radhäuser, eine Frontschürze mit seitlichen Kiemen sowie ein Diffusor am Heck. Den Kühler ziert ein verchromter Grill mit integriertem Stern.

Im Innenraum finden sich Sportsitze sowie ein unten abgeflachtes Sportlenkrad. Der aus anderen AMG-Hochleistungsmodellen bekannte Saugmotor beschleunigt den Hecktriebler in nur 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Sein Drehmomentmaximum von 600 Nm liegt bei 5000 U7min an, doch bereits ab 2000 Touren stehen dem Fahrer mindestens 500 Nm zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 Sachen limitiert. Für die Kraftübertragung sorgt eine Siebengangautomatik mit Zwischengasfunktion beim Herunterschalten. Dadurch sollen sich etwaige Lastwechselreaktionen beim Anbremsen vor der Kurve verringern. Neben einer manuellen Gangwahl stehen ein Sport- sowie ein Komfortmodus zur Wahl.

Erstmals in einem AMG ist hier ein Drei-Stufen-ESP an Bord. Der Schleuderschutz lässt sich per Knopfdruck sportlicher einstellen oder ganz deaktivieren. Zudem tritt der Neue gegen BMW M3 und Audi S4 mit einer neu konstruierten Vorderachse an, die für ein präziseres Lenkverhalten und bessere Bremsleistungen sorgt. Dass dieser Spass unter dem Mercedes-Stern kein Vergnügen der billigeren Art ist, weiß man. Exakte Preise stehen jetzt noch nicht fest, aber man darf davon ausgehen, dass der Einstandspreis für den Super-AMG sich in einem Bereich um die 70 000 Euro bewegen dürfte.

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