Scharfes Erbe

- Auf der Suche nach einem erschwinglichen Sportwagen hat Volkswagens neuer Chef Wolfgang Bernhard in der hauseigenen Modellgeschichte gekramt und ist fündig geworden: Auf dem Pariser Autosalon Ende September präsentieren die Wolfsburger die Studie eines Sportlers, der in die Fußstapfen des in den 70ern und 80ern erfolgreichen Scirocco treten soll.

Um dies zu verdeutlichen, entlieh man für den Namen des 2+2-Sitzers einfach die mittleren vier Buchstaben des "Scirocco" -und fertig ist der "Iroc". Im Gegensatz zum relativ braven, aber immerhin über einer halbe Million Mal verkauften Scirocco positioniert VW heute den Iroc deutlich stärker in Richtung Sportwagen.

Der 4,24 Meter lange Zweitürer soll das Profil der Marke weiter schärfen und der mit Autos wie dem offenen Eos oder dem Cross Polo begonnenen "Spaßoffensive" neue Kraft geben. Und Markenvorstand Bernhard will dabei keine Zeit verlieren: Der Serienstart des Coupés ist bereits für Anfang 2008 geplant.

Der Iroc überzeugt auf dem ersten Blick mit seinen kompromisslosen Proportionen. Vorne und vor allem hinten praktisch ohne Überhänge konzipiert, steht der Sportler satt auf der Straße. Das lange Dach und die markante seitliche Sicke strecken das Fahrzeug und geben ihm dabei eine klassisch- elegante Form.

Vor allem aus der Heckperspektive wirkt der Iroc ganz anders und wilder als jeder VW vor ihm. Auf den kräftigen Schultern der Karosserie haben die Designer die Seiten und die Dachpartie weit eingezogen, was den Iroc breiter erscheinen lässt, als die tatsächlichen 1,80 Meter. Nicht zu vergessen: Die Studie ist überwiegend in grün gehalten mit schwarzen Kontrapunkten als Akzent, was den Rückgriff auf die nostalgische "Ich geb' Gas, ich will Spaß"-Zeit der 80er-Jahre unterstreicht.

Als Antrieb der Studie hat Volkswagen eine Variante seiner neuen, spektakulären Benzinmotoren mit kombinierter Kompressor- und Turbounterstützung ausgewählt. Der TSI leistet hier 210 PS. Grundsätzlich ist es für die Volkswagen-Manager aber durchaus denkbar, dass ein späterer Serien-Iroc mit einem breiten Spektrum aufgeladener Motoren angeboten wird.

Der Einstieg soll den Vernehmen aus Wolfsburg nach bei deutlich unter 150 PS beginnen. Was wiederum die Hoffnung schürt, dass der neue Spaß- VW in der Basisversion mit einem Einstiegspreis in Golf-GTI-Regionen -aber deutlich unter 30 000 Euro -einigermaßen erschwinglich bleiben dürfte.

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