Tür zu! Schlüssel steckt!

- Das ist der Horror: Man steht vor dem verschlossenen Wagen, klopft hektisch alle Taschen ab und kann partout den Schlüssel nicht finden. Nicht, weil man ihn verloren oder daheim vergessen hat, sondern weil er noch im Auto liegt - ausgesperrt! Laut den Experten passiert dies vor allem bei älteren Fahrzeugen mit mechanischen Schlüsseln immer wieder.

Die moderne Technik dagegen nehmen sie in Schutz. Schon mit einer Zentralverriegelung ist es ausgesprochen schwierig, den Wagen so zu verschließen, dass der Schlüssel drinnen und der Fahrer draußen ist. Mit schlüssellosen Zugangssystemen ist dies sogar gänzlich unmöglich.

Nur eine Schwachstelle bleibt: der Kofferraum. Wer mit einer normalen Zentralverriegelung den Wagen schließt, solange das Gepäckabteil noch offen steht und nach dem Ein- oder Ausladen als letztes den Heckdeckel zuwirft, hat schlechte Karten, wenn er seinen Schlüssel neben den Einkaufstüten abgelegt hat. Dann muss der Experte vom Pannendienst oder in der Werkstatt ran. Denn der alte Trick mit dem aufgebogenen Draht, der durch die Türfuge eingefädelt wird und dann den Öffner betätigt, funktioniert nur bei Uralt-Autos. Wenn der Schlüssel dauerhaft weg ist, bleibt nur der Weg zum Händler.

Dort gibt es gegen Vorlage des Fahrzeugscheins und des Car- Pass einen neuen Schlüssel. Er wird anhand des individuellen Codes für das jeweilige Auto mit einer elektronischen Wegfahrsperre programmiert. Weitgehend gefeit vor den Risiken des Aussperrens sind Autofahrer mit so genannten Keyless-, also schlüssellosen Zugangssystemen, die ausschließlich mit Funk arbeiten. Bei diesen Systemen gibt es statt des Schlüssels einen Sender, den man in der Hosen- oder Aktentasche lassen kann. Sobald man sich dem Fahrzeug nähert und den Türgriff berührt, geht der Wagen auf.

Beim Schließen allerdings lässt die Automatik Vorsicht walten. Wer etwa seine Jacke mitsamt dem Sender in den Kofferraum legt, kann den Deckel nicht mehr verschließen. Und auch die Türen können nicht geschlossen werden, solange ein autorisierter Sender im Wagen ist. Doch egal ob mit Fernbedienung oder Keyless -jedes Auto hat irgendwo ein mechanisches Notschloss, mit dem wenigstens eine Tür aufgesperrt werden kann.

Der in der Regel mitgelieferte Notschlüssel gehört deshalb nicht in den Wagen oder an den Schlüsselbund, sondern in Brieftasche oder Geldbörse und sollte immer dabei sein. Keine gute Idee ist dagegen das Verstecken des Ersatzschlüssels irgendwo am Auto. Denn Diebe kennen auch die ganz geheimen Verstecke. Die Versicherung wird sich im Ernstfall deshalb auf grobe Fahrlässigkeit berufen und die Zahlung ablehnen.

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