Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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Wo sich im Ausland der Tankstopp lohnt

Kurz vor Ostern steigen traditionell die Spritpreise. Was jeder Autofahrer weiß, wird von einer Studie des Auto Club Europa (ACE) untermauert:

In den vergangenen fünf Jahren haben die Mineralölkonzerne jeweils einige Tage vor Ostern synchron mit einer Benzinpreiserhöhungswelle begonnen. Im Schnitt ging es jeweils um drei Cent nach oben.

Kritik an Ölmultis

Nach dem ACE appelliert nun auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer an die Ölmultis, die Benzinpreiserhöhungen vor der ersten Reisewelle des Jahres diesmal zu unterlassen. „Dass es gerade zu Beginn von Ferienzeiten häufig Preissprünge beim Benzin gibt, ist nicht akzeptabel. Spritpreise dürfen sich nicht nach Ferienzeiten richten“, sagte der CSU-Politiker. Die Ölbranche wies den Vorwurf zurück: „Die Preise an den Tankstellen bilden sich nicht nach Ostern oder anderen Feiertagen, sondern nach den Einkaufskosten auf den Weltmärkten“, sagte die Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes, Karin Retzlaff.

Nach ihren Angaben stieg der Preis für Superbenzin auf den Weltmärkten seit Mitte März um acht Cent pro Liter, nur dieser Anstieg sei an den Tankstellen weitergegeben worden. Auch FDP-Fraktionsvize Patrick Döring kritisierte die Industrie. Er forderte das Bundeskartellamt auf, „diese Vorgänge noch einmal intensiv zu prüfen und generellzu untersuchen, inwieweit ein echter Wettbewerb auf diesem Markt überhaupt noch gegeben ist“. Aus Sicht von Claudia Kemfert, Energieexpertin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, sind steigende Preise in der Reisesaison sehr wohl begründbar. „Der Ölpreis ist auf hohem Niveau. Und zu Ferienzeiten steigt die Nachfrage“, sagte Kemfert. Ein Preisanstieg sei da „ein normaler Mechanismus“.

Polen am billigsten

Trotz steigender Spritpreise kann die Osterzeit manchem Urlauber an der Zapfsäule auch einen Spareffekt bringen. Das gilt vor allem, wenn die Reise ins benachbarte Ausland führt. Die günstigsten Preise für den Liter verzeichnet der ADAC für Polen. Reisende können Super (E5) dort für rund 1,26 Euro tanken; für Diesel werden im Schnitt 1,24 Euro fällig. Lohnenswert ist der Tankstellenstopp auch in Österreich, wo Super und Diesel jeweils rund 1,35 Euro kosten.

„Deutsche Autofahrer, die sich in Richtung Italien aufmachen, sollten ihren Tank vor allem in Österreich auffüllen“, rät der ADAC. Geht die Reise weiter nach Kroatien, wird das Auftanken am besten bis Slowenien oder Kroatien hinausgezögert. In beiden Ländern gibt es Superbenzin mit 1,29 Euro und 1,30 Euro derzeit am günstigsten. Für Diesel werden jeweils 1,24 Euro berechnet. Am teuersten ist Autofahren in Norwegen: 1,84 Euro verlangen die Tankstellen dort im Schnitt für Superbenzin; Diesel kostet 10 Cent weniger. Ebenfalls auf den Geldbeutel geht das Tanken laut ADAC in den Niederlanden (1,73/1,42) und Dänemark (1,68/1,53).

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