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Die Forderungen der Strafzettel wuchsen zu einer Summe an, die der chronisch kranke Paul Morgan nicht bezahlen kann. 

Falsch geparkt

Skandal: Chronisch kranker Mann (57) soll Strafe zahlen, weil er vor seinem Haus parkt

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560 Euro Strafe soll ein Mann zahlen, weil er auf der gelben Linie vor seinem eigenen Haus geparkt hat - doch der chronisch Kranke hatte keine andere Wahl.

Der 57-jährige Paul Morgan leidet unter einem chronischem Emphysem, einer Lungenerkrankung, die zu Kurzatmigkeit führt. Das bedeutet, dass er nicht allzu weit von seinem Haus entfernt parken kann, weil er dann zu Fuß gehen müsste. Der arbeitslose Maler war gezwungen, an der gelben Linie zu parken - auf der in Großbritannien nicht geparkt oder gewartet werden darf - , weil alle verfügbaren Parkplätze am Ende seiner Sackgasse bereits von Menschen und deren Autos belegt waren, die auf der nahe gelegenen Hauptstraße einkaufen gegangen waren.

Strafzahlung übersteigt finanzielle Mittel

Die vielen Strafzettel, die er deshalb bekam, summierten sich zu umgerechnet etwa 560 Euro - eine Summe, die der auf Unterstützung angewiesene Morgan nicht bezahlen kann. "Ich kenne mindestens vier andere behinderte Menschen in der Straße, die ebenfalls damit zu kämpfen haben", erzählte er The Sun.

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Video: Bußgeld bei fehlender Parkscheibe

Schreiben an Stadtrat blieb erfolglos

Zusammen mit älteren Nachbarn schrieb Morgan an den Stadtrat und bat darum, die gelben Linien zu entfernen und ein Parkausweisprogramm für Anwohner einzuführen. Doch die Bitte wurde abgelehnt. Nach Angaben des Stadtrats wurden die gelben Linien angebracht, um Platz für Einsatzfahrzeuge zu gewährleisten. Es hieß: "Wir sind verpflichtet, die Straßenbenutzung für alle Verkehrsteilnehmer zu verwalten, einschließlich der Anwohner und derjenigen, die durch das Gebiet fahren und möglicherweise lokale Geschäfte besuchen wollen. Die Änderung von Straßenmarkierungen oder die Einrichtung eines durchsetzbaren Anwohnerparkplatzsystems ist ein langwieriger Prozess und erfordert einen sehr hohen Aufwand an Finanzmitteln, Beratung und Rechtsverfahren. Wir betrachten selten einzelne Standorte, da es oft effektiver ist, ein Gebiet zu überprüfen als eine einzelne Straße."

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Neues Parksystem für Anwohner entworfen

Nach mehreren Gesprächen mit Morgan und einer Petition wurde ein Vorschlag zur Einführung eines Parksystems für Anwohner ausgearbeitet, der für die Aufnahme in das Kapitalprogramm in Betracht gezogen werden kann. "Wir müssen jedoch unsere Ressourcen mit den Prioritäten des gesamten Straßennetzes abwägen, und bis heute hat es nicht hoch genug abgeschnitten, um ausgewählt zu werden", gibt der Stadtrat zu bedenken.

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vro

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