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Frischekick für die Limousine und den Combi: Die Front wurde bis zur A-Säule komplett überarbeitet. Auffallend sind die vergrößerten Frontscheinwerfer.

Mehr Sein als Schein

Facelift für den Skoda Superb

Es gibt Autos, die ziehen alle Blicke an – weil sie beispielsweise vor Kraft strotzen, kostspieliges Understatement ausstrahlen oder einfach ungewöhnlich designt sind.

Eigenschaften, die man eher nicht auf Skoda projiziert. Dafür aber Werte wie Komfort, Geräumigkeit, Zuverlässigkeit und – nicht zu vergessen – ein sehr harmonisches Preis-/Leistungsverhältnis. Jetzt hat die tschechische VW-Tochter ihrem Flaggschiff, dem Superb, ein Facelift verordnet. Und das Äußere den inneren Werten des Wagens angepasst.

Freilich, größere optische Experimente fehlen, aber die erwartet der Kunde wohl auch nicht. Dennoch verpassten die Designer dem Superb eine überarbeitete Front, die bis zur A-Säule reicht. Auffälligste Neuerung an dem 1,82 Meter breiten Modell sind die eckigeren und zugleich flacheren Frontscheinwerfer. Hier mögen sich die Geschmäcker streiten, manchem erscheinen sie zu wuchtig, zu breit – wen’s interessiert: Der Autorin gefallen sie gut. Erstmals gibt es die Bi-Xenon-Scheinwerfer jetzt mit integriertem LED-Tagfahrlicht und LED-Blinker. Ebenfalls neu: Die Lamellen am Kühlergrill sind nun in Chrom-Optik gehalten, das soll für den edlen Schliff sorgen. Und das Markenlogo prangt nun auf der Motorhaube.

Auch das Heck – sowohl der Limousine als auch des Combis – bekam einen neuen Look. Hier sei vor allem die Neuerung der zweigeteilten Heckklappe an der Limousine erwähnt: Sie kann in zwei Stufen geöffnet werden – entweder lüftet sich nur der Kofferraumdeckel oder aber die gesamte Heckklappe samt Heckscheibe. Beides lässt sich bequem mit jeweils einer Taste bedienen.

Viel Platz: Im Superb reisen auch hintere Passagiere komfortabel, der Kofferraum ist riesig, das Cockpit intuitiv bedienbar.

Im Innenraum offenbart sich der wahre Grund, warum sich so viele Menschen immer wieder für den Superb entscheiden. Das Platzangebot ist gigantisch. Sowohl vorn als auch auf den hinteren Plätzen lässt es sich äußerst angenehm reisen. Dasbeginnt bei den bequemen Sitzen, reicht über die gute Übersicht bis hin zum attraktiven Raum für Arme, Beine und Kopf jedweder Größe und Form. So liegt die Kniefreiheit für hintere Passagiere bei nahezu 16 Zentimetern – gigantisch. Was nur noch vom Kofferraumangebot getoppt wird: Die Limousine fasst 595, der Combi 633 Liter, mit umgeklappter Rückbank erweiterbar auf 1700 oder 1865 Liter. Daneben sind jede Menge Komfortfeatures im Angebot. Hingewiesen sei an dieser Stelle auf das Panorama-Glasschiebedach mit Sonnenrollo für den Combi, das sich elektrisch öffnen und schließen lässt (optional 1095 Euro).

Für die Testfahrten stiegen wir in einen Combi 1,8 TSI mit 160 PS sowie in eine Limousine 1,6 TDI mit 105 PS. Insgesamt stehen vier Benzin- und drei Dieselaggregate zur Wahl, die ein Leistungsspektrum zwischen 125 und 260 PS abdecken und bis zu 19 Prozent Sprit sparen sollen. Unsere beiden Modelle fuhren mit DSG-Automatikgetriebe. Um es kurz zu machen: Das Fahrgefühl ist dem Modell entsprechend – superb. Beide sind flott im Antrieb, ruhig im Lauf und liegen komfortabel auf der Straße. Die Lenkung ist angenehm griffig, nix zu meckern. Das Cockpit ist übersichtlich, der Wagen intuitiv zu bedienen.

Fazit

Der überzeugt! Eine attraktive Frischekur für einen überaus komfortablen Mittelklässler, der auch noch Spaß macht. Ab Anfang Juli zum Preis ab 23 990 Euro beim Händler.

Kathrin Baseran

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