Neues Erdbeben in Mexiko

Neues Erdbeben in Mexiko
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Das Mercedes-Cabrio rast vor dem Krankenwagen her. Der kommt nicht vorbei - 25 Kilometer lang. 

Sanitäter filmen "Verfolgungsjagd"

Video: Mercedes blockiert Notarzteinsatz - 25 Kilometer lang

München - Ein Video sorgt für Aufregung: Ein Mercedes-Fahrer nutzt die Rettungsgasse selbst und lässt das Einsatzfahrzeug hinter sich nicht vorbei - ganze 25 Kilometer lang. Er liefert eine fadenscheinige Begründung.

Bei einem Notarzteinsatz kann es gar nicht schnell genug gehen. Jede Sekunde zählt. Ertönt das Martinshorn, heißt das für alle andere Autofahrer: rechts ranfahren, Platz machen auf der Straße. Ein Mercedes-Fahrer in der Slowakei hatte darauf offenbar keine Lust und nutzte die Rettungsgasse lieber selbst.

25 Kilometer lang rast er an den anderen Autos vorbei, die der Ambulanz den Weg freigemacht haben, und blockiert so die Straße. Den Rettungshelfern bleibt nichts anderes übrig, als hinter dem Mercedes herzufahren. Als es ihnen endgültig zu blöd wird, schalten die Sanitäter eine Kamera ein und filmen den Verkehrs-Rowdy. Das Video wird im Internet fleißig geteilt.

Darin ist das Jaulen des Martinshorns deutlich zu hören. Noch lauter fluchen die beiden Sanitäter - zurecht. Sie transportieren gerade eine ältere Dame mit einem gebrochenen Arm in ein Krankenhaus nach Trencin. Während alle andere Autos ausnahmslos richtig handeln, stört sich der Mercedes-Fahrer nicht an dem Einsatzfahrzeug hinter sich. Kreisverkehr um Kreisverkehr, Kilometer für Kilometer jagt der Sportwagen vor der Ambulanz her. Erst an einer Ampel in Trencin gelingt es den Einsatzkräften, den Drängler zu überholen - begleitet von lautem Gefluche und wüsten Beschimpfungen.

"Ich wollte ja nur helfen"

Das Video schlägt nicht nur in der Slowakei hohe Wellen. Diverse Medien haben bereits darüber berichtet, selbst das Fernsehen nahm sich der Sache an. Einem Reporter gelang es nun, mit dem Mercedes-Fahrer zu sprechen. Der ist sich zunächst keiner Schuld bewusst. Er hätte nur helfen wollen, sagt er: Er habe den Warnblinker angeschaltet, gehupt und versucht, den Sanitätern den Weg frei zu machen.

Jetzt plagt den 44-Jährigen anscheinend doch das schlechte Gewissen: Vor einigen Tagen besuchte er die alte Dame im Krankenhaus und entschuldigte sich mit einem Blumenstrauß und einer Schachtel Pralinen.

fp

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