Mit Android Auto oder CarPlay  wird das Auto internetfähig.

So kommt Ihr Auto ins Internet

Das Smartphone im Cockpit: Was es bringt, was es kostet

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Frankfurt - In Frankfurt ist am Sonntag die IAA zu Ende gegangen. Einer der Schwerpunkte war das „vernetzte Auto“ mit Internetanschluss. Wichtigster Trend: Das Smartphone wird komplett mit dem Fahrzeug verbunden. Die tz verrät, wie das funktioniert, und was Sie davon haben.

In den nächsten Monaten erscheinen zahllose Autos, die zur Smartphone-Einbindung entweder Apples CarPlay-Technik verwenden oder die Google-Konkurrenz Android Auto. Die meisten Hersteller bauen gleich beides ein, denn sie wollen sowohl iPhone-Besitzer als auch die Nutzer von Android-Handys versorgen. Vorteil: Der Inhalt des Smartphones landet praktisch 1:1 auf dem Bildschirm im Auto-Cockpit. Sie steuern alles per Touchscreen oder Spracheingabe, wie Sie es vom Handy gewohnt sind. Sie müssen die Bedienung also nicht neu lernen – und nicht mehr während der Fahrt am Handy fummeln. Weil der Großteil der Technik im Smartphone steckt, sind diese Lösungen außerdem viel billiger als fest eingebaute Navis. Beispiel Audi A4: Die Navigation MMI touch kostet 2725 Euro, die Smartphone-Anbindung gibt’s für 400 Euro.

Welche Technik brauche ich?

Am einfachsten funktioniert es, wenn ein neues Auto CarPlay oder Android Auto bereits eingebaut hat. Diese Ausstattung wird künftig zum Standard, zum Beispiel bei Seat für nur 170 Euro Aufpreis. Wenn Sie ein solches System eingebaut haben, verbinden Sie Ihr Smartphone per USB-Kabel (beim iPhone klappt es künftig auch drahtlos) und sehen Ihr Handy dann auf dem Auto-Bildschirm. Egal ob Navigation, Telefonieren, SMS oder Musik – per Sprachbefehl z.B. an Apples Siri wird alles so erledigt wie am Mobiltelefon. Sie können aber nur die Apps nutzen, die fürs Auto freigegeben sind. Fernsehen oder Spiele funktionieren nicht. CarPlay können Sie auch nachrüsten. Pioneer und Alpine bieten Autoradios mit Bildschirm an, die sich ebenfalls mit dem iPhone verbinden. Sie passen in den Doppel-DIN-Radioschacht. Die Preise beginnen bei rund 375 Euro fürs Pioneer SPH-DA120.

Wird mein Auto dann gehackt?

Egal ob Smartphone-Verbindung oder fest eingebautes Internet – sobald Ihr Auto vernetzt ist, ist es von außen erreichbar und damit auch verwundbar. In den USA haben Hacker bei Versuchen bereits Autos von Chrysler und Tesla via Internet ferngesteuert. Dann spielten Scheibenwischer oder Klimaanlage plötzlich verrückt oder das Gaspedal reagierte nicht mehr. Sicherheitsexperte Martin Stemplinger von der British Telecom fordert bereits Crashtests für die Autoelektronik. Wenn Sie heute Ihr Auto mit dem Smartphone verbinden, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass plötzlich Hacker das Lenkrad kapern. Dazu wäre der Aufwand viel zu groß. Doch das Problem wird zunehmen. Die Autohersteller arbeiten daran, alle sicherheitsrelevanten Bereiche komplett vom Internetzugriff abzuschirmen.

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