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A bissl was geht immer: Autor Hans Moritz zwischen dem verbesserten Mitsubishi-ASX und dem überarbeiteten Outlander.

Viele kleine Helferlein

So rüstet sich Mitsubishi fürs Jahr 2017

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Für 2017 hat Mitsubishi keine neuen Modelle am Start. Doch der Japanische Autobauer hat sich drei Modelle - Outlander, ASX und Space Star - vorgeknöpft und ein paar Dinge verändert.  

Keine neuen Modelle, keine grundlegenden Facelifts, dafür aber viel Politur und vor allem neue Sicherheitssysteme für Outlander und ASX sowie Sondermodelle für den Cityflitzer Space Star – so geht Mitsubishi ins Jahr 2017. Die Einzelheiten:

Mitsubishi Outlander

Der legendäre Pajero bleibt unangetastet. An seinen kleinen Bruder, den Outlander, wurde jedoch Hand angelegt. Die Antenne wurde in eine Haifisch-Flosse verwandelt, im Inneren gibt es eine neue Dekorleiste in Klavierlack-Optik (Obacht, man sieht jeden Fingerabdruck!), silberfarbene Zierrahmen und einen Becherhalter mit Deckel. Das stufenlose CVT-Getriebe wurde neu abgestimmt. Diesel- und Automatik-Outlander verfügen zudem über eine elektronische Parkbremse mit Auto-Hold-Funktion – das Auto kann beim Loslassen des Bremspedals nicht mehr unkontrolliert rollen.

Erheblich erweitert wurde das Sortiment der Fahrassistenzsysteme: ein Totwinkelassistent in Kombination mit einer Ausparkhilfe. Der Fahrer wird optisch und akustisch vor Fahrzeugen gewarnt, die sich außerhalb des Außenspiegel-Sichtfelds nähern – eine gute Hilfe z. B. beim Fahrbahnwechsel. Der Ausparkassistent wiederum macht ebenfalls hör- und sichtbar auf Fahrzeuge im Querverkehr aufmerksam. Neu sind zudem das sensor- und kamerabasierte Auffahr-Warnsystem, das jetzt auch über eine Fußgängererkennung verfügt.

Den Outlander gibt es wie bisher als Fünf- und Siebensitzer mit Diesel- und Benzinmotor. Der einzige Frontantriebler ist ab 24.990 Euro zu haben. In der Top-Ausstattung reicht die Preisspanne bis 42.590 Euro.

Mitsubishi ASX

Dem kleinen Bruder des Outlander, dem ASX, sieht man die Modellpflege schon von Weitem an. Der neue Frontgrill ist abgedunkelt und verfügt über schwarze Horizontallamellen. Hinzu kommt ein neuer Unterfahrschutz. Neu sind auch das Navigations- und Audiosystem mit dem derzeitigen Must-have im Automobilbau: ein Touchscreen-Monitor, hier mit 6,1 Zoll Diagonale.

Beim ASX stehen eine Benzin- und zwei Dieselvarianten mit Front- und Allradantrieb zur Verfügung. Das Leistungsangebot beginnt bei 117 PS und 154 Nm. Der Commonrail-Diesel mit 114 PS entwickelt ein maximales Drehmoment von 270 Nm. An der Spitze steht der ASX-Diesel mit 150 PS und einem Zugkraftmaximum von 360 Nm. Den ASX gibt es 2017 nicht nur in den Varianten Basis, Plus und Top, sondern auch als Sondermodelle Diamant Edition und Diamant Edition+ mit allerhand Sonderzubehör und rund 1400 Euro Preisvorteil. Die Spanne reicht von 19.490 bis 34.490 Euro.

Mitsubishi Space Star

Der Mitsubishi Space Star wurde heuer erst runderneuert. Als Sondermodell „Diamant Edition“ soll er noch mehr Kundschaft locken. Weiteres Plus für alle Mitsubishi-Modelle: die Fünf-Jahre-Hersteller-Garantie.

Warum der Hersteller klassischer schwerer SUV unbedingt auch einen kleinen Flitzer in der Flotte brauchte, erschloss sich schon beim Colt nur mühsam. Auch der Space Star, erst heuer runderneuert, passt nicht so recht in die Mitsubishi-Markenwelt mit markantem Stollenprofil. Ihn wird es ab kommendem Jahr wie den ASX in den Sondereditionen Diamant Edition und Diamant Edition+ geben. Basis ist der Space Star mit einem gerade einmal 71 PS „kräftigen“ Benzinmotor mit Schaltgetriebe. Der Luxus on top sind in diesem Fall eine Klimaanlage mit Pollenfilter, ein Audiosystem mit CD- und MP3-Funktion sowie AUX-In-Anschluss für externe Geräte. Serienmäßig ist immerhin eine USB-Schnittstelle.
Auffälligstes Designmerkmal der Diamant Edition+-Modelle ist eine Zweifarblackierung. Hinzu kommen 14-Zoll-Leichtmetall-Felgen, beheizbare Außenspiegel, dunkel getönte hintere Scheiben, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und -Audioschnittstelle. Den Space Star gibt es ab 9900 Euro. In der Top-Variante kostet er 15.390 Euro.

Ein Detail sollte erwähnt werden, das für alle Mitsubishi-Modelle gilt: Die fünf Jahre Hersteller-Garantie bis 100.000 Kilometer sind ein faires Angebot, das im Ernstfall einige tausend Euro wert sein kann.

Unser Fazit

Mitsubishi wird 2017 nicht zu den ganz großen Hinguckern zählen. Lobenswert ist aber die konsequente Erweiterung und Pflege der Modelle. 

Hans Moritz

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