Sparen mit Spaß

- Vom Benzinsparen hält man bei BMW zwar viel, aber nicht um jeden Preis. Denn für die Münchner gilt nach wie vor, dass beim Autofahren auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen sollte. Bestes Beispiel für die hauseigene Linie ist der jetzt überarbeitete 1er.

Zum bisher ausschließlich angebotenen Fünftürer gesellt sich nun ein sportlicher Dreitürer. Zudem haben die BMW-Techniker Leistung und Verbrauch der Motoren optimiert. Beim neuen Dreitürer, dessen Auslieferung Ende März startet, verlangen die Münchner mindestens 22800 Euro für den BMW 118i mit 143 PS bzw 24550 Euro für den Diesel 118d. Den Fünftürer gibt es als BMW 116i ab 21600, den Diesel 118d ab 25300 Euro.

Bei den Dieselmotoren im 118d und 120d konnten die Motorenspezialisten die Leistung aufgrund einer verbesserten Common-Rail-Einspritzung um zehn bis fünfzehn Prozent, das Drehmoment sogar um zehn bis zwanzig Prozent steigern. Gleichzeitig aber brauchen beide um fünf Prozent weniger Kraftstoff. Der 118d kommt so laut EU-Gesamtzyklus jetzt mit 4,7 Liter Diesel auf 100 km aus, der 120d mit 4,9 Liter.

 Auch die Benziner sind effizienter: Beim BMW 118i und 120i sind es bis zu 14 Prozent Einsparung. Im EU-Gesamtzyklus können sich 5,9 und 6,4 Liter Super pro 100 km sehen lassen; Werte, die laut BMW niedriger sind als bei vielen Wettbewerber in der Kompaktklasse. Der Sechszylinder- 130i etwa verbraucht jetzt mit 265 PS moderate 8,3 Liter.

Die Gründe für die Verbraucheinsparung sind vielfältig. BMW setzt bei den Benzinern eine neue Generation der Direkteinspritzung für eine effizientere Verbrennung ein. Hinzu kommt eine neue Start-Stopp-Funktion, die den Motor beim Ampelhalt automatisch abschaltet, wenn man den Schalthebel in die Leerlaufposition bringt und dann das Kupplungspedal losläßt. Beim erneuten Tritt aufs Kupplungspedal startet der Motor sofort wieder, man schiebt den ersten Gang ein und die Fahrt geht weiter. Das funktioniert nach kurzer Eingewöhnung bestens. In der Warmlaufphase läuft der Motor allerdings immer. Ebenso, wenn die Batterie schwächelt oder extreme Temperaturen herrschen.

Zudem kann man das System auch ausschalten. Laut BMW spart es im dichten Stadtverkehr Sprit bis zu 20 Prozent. Ein neuartiges Energiemanagement sorgt weiter dafür, dass nur noch in Schub- und Bremsphasen Strom ins Bordnetz eingespeist wird. Dadurch erhöht sich die Antriebspower zum Beispiel beim Beschleunigen. Außerdem verfügen die Autos mit Handschaltung über eine Schaltpunktanzeige für die optimale Gangwahl. Leider lässt sich der zu kleine Hinweis im Display schwer ablesen.

Äußerlich fallen am neuen Einser vorn die geänderten Nieren und der breite Lufteinlass auf. Die Lichter bieten das hauseigene Nachtdesign mit Coronaringen fürs Tagfahrlicht, zudem optionales Kurven- und erstmals Abbiegelicht. Das Heck mit LED-Leuchten wirkt nun bulliger. Innen hat der 1er nun ein Niveau wie in den höheren Baureihen erreicht. Neue Materialien und Farben vermitteln eine hochwertige Anmutung.

 Eng geschnitten bleiben die Sitze. Der kompakte BMW mit dem längsten Radstand im Segment bietet einen zwischen 330 und 1150 Liter variablen Gepäckraum. Beim Dreitürer kann man zwischen einem zweisitzigen Fond oder einer Dreier- Sitzbank ohne Aufpreis wählen. Wobei der Platz hinten nach wie vor sehr beengt geblieben ist.

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