Spaßmacher mit Stahlmütze

- Jetzt werden die Cabrio-Fans wieder zu Genießern. Denn was gibt es Schöneres als eine Fahrt unter freiem Himmel an einem warmen Frühlingstag. Diesen Hochgenuß haben in den letzten Jahren mehr und mehr Autofahrer neu oder wieder entdeckt.

Großen Anteil daran haben vor allem Fahrzeuge mit Stahldach, denn sie sind auch während der langen Herbstund Winterzeit gut nutzbar. Und sie sind zumindest in ihren Basisversionen mit Preisen ab rund 17 000 Euro auch erschwinglich.

Wir haben uns vier Modelle genauer angeschaut: den Peugeot 206 CC, den Mitsubishi Colt CZC, den Zweisitzer Opel Tigra TwinTop und den Nissan Micra C+C. Die Einstiegspreise liegen bei den Japanern und beim Opel jeweils knapp unter 17 000 Euro. Beim Micra C+C mit dem 1,4-l- Motor und 88 PS startet die Liste bei 16 790 Euro. Als zweites Aggregat haben die Japaner einen 1,6-l-Benziner für 17 690 Euro im Angebot. Eine Variante mit Diesel sucht man vergebens.

Auch Mitsubishi hat zunächst keinen Selbstzünder parat. Für den Colt CZC gibt es einen 1,5-l- Motor, der 109 PS ohne Turbo und 150 PS mit Turbounterstützung leistet. Der Einstiegspreis liegt bei 16 690 Euro, allerdings ist in dieser Version kein ESP mit an Bord. Das hat zum Beispiel der Opel Tigra TwinTop serienmäßig, den man mit 1,4-l-Motorisierung (90 PS) für 16 995 Euro kriegt. Neben dem 1,8-Liter und 125 PS offerieren die Rüsselsheimer auch einen kleinen Diesel. Der 1,3-l-Selbstzünder mit 70 PS macht den Tigra zwar 18 105 Euro teuer, mit 4,6 Liter aber dafür auch im Verbrauch unschlagbar günstig.

Der Peugeot 206 CC ist mit einem Grundpreis von 17 450 Euro die teuerste Variante im Test, allerdings ist auch kein anderes Modell in der Basisversion derart kräftig motorisiert. Die Leistung des 1,6-l-Benziners mit 109 PS ist zwar mit der im Colt identisch, mit 193 km/h Spitze fährt der Franzose jedoch auf der Autobahn allen anderen basismotorisierten Kandidaten davon. Auch die anderen beiden angebotenen Aggregate sind ausgesprochen kräftig: Der 2,0-l-Benziner leistet 136 PS (ab 20 150 Euro) und die 1,6-l-Dieselvariante (ab 19 450 Euro) mit Partikelfilter kommt auf 109 PS.

Bei allen vier Fahrzeugen funktioniert das Öffnen und Schließen des Stahldachs einwandfrei innerhalb von 20 bis 22 Sekunden. Im geschlossenen Zustand verfügen alle vier Cabrios über sehr ansehnliche Stauräume von 410 Liter (Peugeot) bis 460 Liter (Mitsubishi). Geöffnet reduziert sich das Volumen allerdings erheblich, vor allem beim 206 CC bleibt mit 175 Liter nur wenig Raum. Hier merkt man, dass der Franzose über die technisch älteste Dachkonstruktion verfügt. Die anderen drei Kandidaten können das besser und Nissan bleibt mit 255 Liter hier der Sieger.

Aufgrund der relativ kurzen Fahrzeugabmessungen ist das Verstauen des Stahldachs keine einfache Aufgabe. Daher kommen die Kandidaten mit vergleichsweise großen Hinterteilen daher. Dies gilt vor allem für den Peugeot und den Nissan. Doch auch beim Mitsubishi zeigt die Rückansicht nicht die Schokoladenseite des Fahrzeugs. Am geschicktesten waren da die Opel- Designer. Der Tigra Twin Top wirkt im Vergleich geradezu sportlich. Doch das Grundproblem bleibt: Wer ein preiswertes Stahldachcabrio wünscht, muss Kompromisse beim Design eingehen.

Welches Fahrzeug ist nun für wen geeignet? Der Tigra Twin Top ist optisch besonders gelungen und verfügt mit dem 1,3-Liter-Diesel über die verbrauchsgünstigste Variante. Zudem dürfte er einen hohen Wiederverkaufswert haben. Der Peugeot 206 CC ist kräftig motorisiert und technisch ausgereift, jedoch optisch schon ein wenig in die Jahre gekommen. Einen 207 CC wird es aber erst 2007 geben. Der Mitsubishi Colt CZC ist das neueste Modell unter den vier Kandidaten, ausgerüstet mit starken Motoren und dem ausstattungsbereinigt besten Preis- Leistungs-Verhältnis. Der Nissan Micra C+C schließlich überzeugt mit dem größten nutzbaren Kofferraum bei geöffnetem Dach, seinem schönen Glasdach und mit einem Design, das ihn zum Liebling der Frauen geradezu prädestiniert.

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