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Die Spritpreise sind auf ihrem Höhenflug derzeit kaum zu stoppen – zum Ärger der Autofahrer. An der Tanke kann man schon mal Schnappatmung bekommen.

Der Schrecken an der Zapfsäule

Spritpreis auf Jahreshoch: So können Sie sparen

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Die Fahrt an die Tankstelle ist ein muss, aber auch ein Schrecken für viele. Denn die Preise für Benzin und Diesel steigen immer weiter. Mit ein paar Tipps können Sie aber sparen.

Nein, derzeit macht es so gar keinen Spaß an die Tankstelle zu fahren – die Spritpreise steigen gefühlt täglich. "Wir haben mittlerweile Kraftstoffpreise auf einem neuen Jahreshoch", bestätigt Florian Hördegen vom ADAC Südbayern. "Der Liter E10 liegt bundesweit im Schnitt bei 1,48 Euro, Diesel bei 1,311 Euro."

Ölförderung geht zurück, die Preise steigen

Hauptgrund sind starke Schwankungen am Rohölmarkt. Innerhalb der OPEC-Staaten – der erdölexportierender Länder – ging die Förderung zurück. Hier bereitet vor allem Venezuela Sorge: Das Land mit einem der größten Erdölvorkommen der Erde befindet sich in einer Wirtschaftskrise. Eine Folge – es wird weniger gefördert.

Ein anderer Schauplatz sind die politischen Querelen der USA mit dem Iran. Donald Trump will erreichen, dass der Iran als OPEC-Mitglied mit Hilfe von Sanktionen weitgehend vom Ölmarkt abgeschnitten wird. Andersherum droht der Iran, dann die Straße von Hormus, die Meerenge zum Persischen Golf, zu blockieren. Das ist ein extrem wichtiges Nadelöhr, durch das ein Großteil des weltweiten Öltransports auf See läuft. Es könnte also alles noch schlimmer werden.

Erfahren Sie hier: Wofür steht das "Y" auf Bundeswehr-Kennzeichen wirklich? Wir erklären es Ihnen.

Preisanstieg während der Ferienzeit

Neben den großen internationalen Entwicklungen und deren Auswirkungen, zu denen auch ein ungünstiger Stand des Dollars zum Euro gehört, kommen viele kleine noch hinzu: der Reiseverkehr zum Beispiel. Zur Ferienzeit steigen die Preise tendenziell gerne an, denn viele reisen noch immer mit dem Auto.

Sind wir Autofahrer den Preisen an den Zapfsäulen also hilflos ausgeliefert? Mitnichten: Mit einigen cleveren Tipps und Tricks und ein wenig Organisation lässt sich so mancher Euro sparen.

So sparen Sie beim Tanken richtig

Spritpreise schwanken im Laufe eines Tages. Das haben ADAC-Untersuchungen ergeben. Am teuersten wird es morgens zwischen sechs und neun Uhr. Mittags zwischen zwölf und 15 Uhr sowie am späten Nachmittag zwischen 17 und 19 Uhr geht der Preis ebenfalls gern nach oben. Günstigste Zeit: zwischen 20 und 22 Uhr. Danach steigen die Preise in der Regel wieder. Wochentage sind inzwischen weniger relevant.

Apps nutzen: Es gibt viele Smartphone-Apps wie benzinpreise.de oder clever-tanken.de, die standortbezogen einen guten Überblick auf die gerade gültigen Spritpreise an den jeweiligen Tankstellen anzeigen.

Lesen Sie auch: Das ist der richtige Zeitpunkt zum Tanken – ADAC klärt auf.

Auf Langstrecken zum Tanken runter von der Autobahn! Autobahn- Tankstellen kassieren kräftig ab. Lieber auf Autohöfe ausweichen. Oder Sie bereiten sich gründlich vor: Auf der ADAC-Internetseite findet man unter "Tanken auf Reisen in Deutschland" eine Liste mit günstigen Tankstellen auf Schnellstraßen neben der Autobahn.

Klimaanlage ausschalten hat kaum Wirkung

Es ist zumeist unsinnig, Klimaanlagen zu Sparzwecken auszuschalten und stattdessen mit geöffnetem Fenster zu fahren. Der ADAC hat’s gemessen: Bei Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h und 100 km/h mit beiden geöffneten Seitenfenstern lag der Mehrverbrauch sogar bei rund 0,2 l/100 km.

Nach dem Urlaub: Dach- und Heckträger abbauen. Der Aufbau kostet durch den erhöhten Luftwiderstand im Schnitt mindestens einen Liter mehr auf 100 Kilometer. Die ADAC-Messung ergab: Auf der Autobahn belastet eine Dachbox die Reisekasse mit bis zu fast 20 Prozent Mehrverbrauch. Auch der einzelne Grundträger kann den Verbrauch um rund fünf Prozent ansteigen lassen. Nicht vergessen: Auch den Kofferraum von unnötigem Ballast befreien, Gewicht kostet nur.

Fahrweise optimieren – rechtzeitig hochschalten und vorausschauend fahren. Bleifuß hingegen kostet.

Kaufberatung: Der neue Opel Combo - was ihn von Rifter und Berlingo unterscheidet.

Katrin Basaran

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

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