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In Städten wie Berlin dürfen Fahrzeuge nur noch mit grüner Plakette in die Umweltzone fahren. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld. Foto: Jens Wolf

Städte kontrollieren stärker in Umweltzonen

In Deutschland haben 76 Städte eine Umweltzone. Wer mit seinem Fahrzeug in diesen Bereich fährt, muss eine Schadstoffplakette an der Scheibe kleben haben. Ob diese Vorschrift eingehalten wird, überprüfen die Kommunen in letzter Zeit häufiger.

Berlin (dpa/tmn) - Immer mehr Kommunen mit Umweltzonen bitten Plakettenmuffel zur Kasse. Nach Erkenntnissen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) haben die Kontrollen zugenommen.

Von den 76 Städten in Deutschland, in denen es Umweltzonen gibt, ahndete 2014 jede zweite Verstöße gegen das Einfahrverbot für Dieselfahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß. Im Jahr davor war dies nur in 17 von 69 Städten der Fall. 11 Kommunen kontrollierten 2014 laut der DUH ihre Umweltzonen kaum oder gar nicht, 27 nur mittelmäßig.

Wer ohne gültige Schadstoffplakette am Fahrzeug in Umweltzonen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro. Im Bundesländervergleich wird das in Berlin, Bremen und Sachsen besonders konsequent verhängt. In Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die Kontrollen den DUH-Angaben nach mangelhaft.

Die Umwelthilfe wertet seit 2010 jährlich die Anzahl der ausgestellten Bußgeldbescheide wegen unerlaubten Fahrens oder Parkens in den Umweltzonen in Relation zur Einwohnerzahl der Kommunen aus. Für die Kontrollen sind die Ordnungsbehörden und die Polizei zuständig. Durch Umweltzonen soll die Luftschadstoffbelastung in den Städten verringert werden. Überwiegend dürfen dort nur noch Fahrzeuge mit grüner Schadstoffplakette einfahren.

DUH: Kontrollen in Umweltzonen 2014 (pdf)

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