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„Wer teilt, fährt besser.“- Privatautos zu Teilen ist im Trend. Doch wie sieht es in der Praxis aus?

Stiftung Warentest

Privates Carsharing: Wie klappt es in der Praxis? 

Privates Carsharing klingt ganz einfach: Wer ein Auto braucht, leiht es sich privat von einem, der es nicht braucht. Stiftung Warentest hat das Angebot in Berlin ausprobiert und übt Kritik.

Privates Carsharing über Vermittlungsportale im Internet kann nach Einschätzung der Stiftung Warentest häufig nicht mit gewerblichen Anbietern oder Autovermietungen mithalten.

Wer sich von einer anderen Privatperson über ein solches Portal ein Auto leihen wolle, stoße häufig auf Probleme, berichtete die Stiftung Warentest am Mittwoch vorab aus der neuen Ausgabe ihrer Zeitschrift "test". Oftmals seien nur wenige Autos verfügbar oder müssten von weit entfernt abgeholt werden. Zudem lauerten für den Automieter in den allgemeinen Geschäftsbedingungen und den Versicherungsbedingungen Tücken.

Privates Carsharing ist über diverse Internetportale mögliche. Autobesitzer können dort ihr Fahrzeug anderen Verbrauchern anbieten. Wer ein Auto sucht, kann dort nach einem passenden Wagen suchen. Das Auto wird über das Portal also von einer Privatperson an eine andere vermietet.

CarUnity, Drivy und Tamyca im Praxis-Test

Die Stiftung Warentest nahm in ihrem neuen "test"-Heft in einer Stichprobe drei Vermittlungsportale unter die Lupe. Dort legten die Tester drei Nutzerprofile an und fragten mehrere Autobesitzer an. Zudem wurden die allgemeinen Geschäftsbedingungen von einer Gutachterin überprüft.

Meist hätten die Probleme bereits bei der Suche nach einem verfügbaren Fahrzeug begonnen, heißt es. Obwohl es privates Carsharing bereits seit mehreren Jahren gebe, sei das Angebot an Autos "immer noch sehr übersichtlich". Verfügbare Autos hätten meist von weit entfernt abgeholt werden müssen, mehrere Autobesitzer hätten zudem kurzfristig den vereinbarten Abholtermin abgesagt. Auch der Zustand des Wagens sei nicht immer einwandfrei beschrieben.

Vage Versicherungsbedingungen

Darüber hinaus kritisierte die Stiftung Warentest "fragwürdige Versicherungsausschlüsse" im Kleingedruckten sowie seitenlange Geschäftsbedingungen. Auch der Preis habe häufig nicht überzeugt. Häufig wären die Tester mit gewerblichen Carsharing-Anbietern oder Autovermietern günstiger gefahren - und dabei auch noch besser abgesichert gewesen, erklärte die Stiftung Warentest.

Wer nur gelegentlich ein Auto braucht, für den ist allerdings Carsharing von lokalen Anbietern eine Alternative. Allerdings hat auch das Modell Vor- und Nachteile. Fünf Dinge, die Sie beim Carsharing lassen sollten

AFP

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