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Die Idee wurde aus Österreich importiert: Geisterfahrer-Warnschild an der Autobahn.

Nutzlose Warnungen

Studie: Geisterfahrer-Warnschilder ohne Effekt

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München/Mühldorf - Eine neue Studie beweist: Die positive Wirkung ist statistisch nicht nachweisbar. Stehen bleiben werden die rund 140 Schilder aber trotzdem.

„Stop – Falsch“ – so warnen große neongelbe Verkehrsschilder an Autobahn-Einfahrten in Bayern vor potenziellen Geisterfahrern. Seit nunmehr fünf Jahren sind die Schilder installiert. Doch nun zeigt sich: Sie bringen nichts. Es gebe „keine signifikanten statistischen Aussagen“ darüber, dass durch die Warnschilder Geisterfahrer-Unfälle vermieden werden konnten, sagt der Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, Josef Seebacher.

Die Idee mit den Schildern stammt aus Österreich. Dort sind sie landesweit aufgestellt. Bayern kaufte 140 Schilder und stellte sie an Autobahnen nahe der Landesgrenze auf: an der A 8 zwischen Grabenstätt und der Landesgrenze, an der A 94 zwischen Mühldorf und Burghausen sowie an der A 3 im Abschnitt von Deggendorf bis zur Grenze. 340 000 Euro hat das damals gekostet. Die Wirkung sollte von der Bundesanstalt für Straßenwesen überprüft werden. Über eine Studie ist vor Ort bei der Autobahndirektion zwar nichts bekannt. Doch hat sich schon herumgesprochen, dass die Experten von den Schildern nichts halten. Trotz der Schilder seien Geisterfahrer „in Einzelfällen“ trotzdem in verkehrter Richtung auf die Autobahn aufgefahren. Daher hat die Behörde beschlossen, von einer weiteren Aufstellung abzusehen. Abgebaut werden die 140 Schilder aber nicht.

Mehr als von den Schildern verspricht sich die Autobahndirektion von einem anderen Versuch, der gerade an der A 9 läuft. Seit eineinhalb Jahren testen drei konkurrierende Unternehmen elektronische Warnsysteme. Wer an die Auffahrten Eching, Garching-Süd und -Nord in falscher Richtung auf die Autobahn auffährt, der wird erfasst. An den Schilderbrücken sollen dann die anderen Autofahrer gewarnt und Hinweise an Radiostationen automatisch weitergeleitet werden. Soweit die Theorie. In der Praxis klappt das noch offenbar noch nicht. Größtes Problem sei es momentan, keine Fehlermeldungen zu produzieren, sagt Direktionssprecher Seebacher.

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