Stuttgarter Fix-Stern

- Bei der neuen S-Klasse von Mercedes geht es nur vordergründig um den Wettbewerb der besten Oberklasse-Limousine. Denn das Stuttgarter Aushängeschild gilt nach wie vor in aller Welt als das Aushängeschild deutscher Ingenieurkunst schlechthin. Es steht für bahnbrechende Innovationen und Spitzenleistungen auf allen Ebenen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, wenn die neue Generation dieser Tage zu den Händlern kommt.

Zunächst wird die in zwei Karosserielängen (5,08 und 5,20 m) angebotene Limousine mit zwei Otto- Motorisierungen anrollen -einem neuen 3,5-l-V6 mit 272 PS im S 350 und einem ebenfalls neuen 5,5-l-V8mit 388 PS im S 500. Die Preise beginnen bei 70 760 Euro für den S 350 mit kurzem Radstand. Im ersten Quartal 2006 folgen mit dem S600 und dem S 320 CDI ein Zwölfzylinder- Benziner mit 517 PS und ein Sechszylinder- Diesel mit 235 PS, der dann mit rund 68 000 Euro das Einstiegsmodell bildet.

Im Vergleich zum Vorgänger wieder mal etwas gewachsen, ist Platzmangel weder in der ersten noch in der zweiten Reihe ein Thema. Und das Kofferraumvolumen ist mit 560 Litern ebenfalls üppig geraten. Die Vielzahl der in diesem Fahrzeug eingebauten technischen Leckerbissen aufzuzählen, würde den zur Verfügung stehenden Platz sprengen. Genannt seien hier beispielsweise die formidable serienmäßige Luftfederung Airmatic, die die Schwaben mit einem adaptiven Dämpfungssystem kombinieren, das die Stoßdämpfer stets bedarfsgerecht regelt. Gegen Aufpreis ist ein aktives Fahrwerk erhältlich, ABC (Active Body Control) genannt. Alle Motoren werden in Serie mit einer Siebengang-Automatik kombiniert.

Trotz reichhaltiger Ausstattung bleiben noch viele Möglichkeiten für zusätzliche Investitionen. Xenon-Licht, Nachtsicht-Assistent, Navigation, Massage- Sitze, Rückfahrkamera oder der weiterentwickelte Abstandsregel- Tempomat Distronic Plus -schnell kommen noch mehrere zehntausend Euro für Extras hinzu. Kein Wunder also, dass die neue S-Klasse auf ersten Testfahrten einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat. Frappierend, wie leicht und exakt sich die über fünf Meter langen und fast zwei Tonnen schweren Limousinen bewegen lassen und praktisch keine Motor-, Windoder Fahr-Geräusche zu hören sind. Dazu gesellt sich eine Materialauswahl und Verarbeitungsqualität, die auch allerhöchsten Ansprüchen genügt.

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