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Redakteur Michael Knippenkötter nahm sich den Subaru BRZ vor.

Rasante Fahrfreude

Subaru BRZ: Der Spaßmacher

Spaß auf Knopfdruck – jetzt, sofort, und am besten für eine ganze Weile! Das ist es doch, was wir alle ab und an gebrauchen könnten. Die Frage ist, wo finden wir diese Knöpfe bloß? Der Subaru BRZ hat sie.

Einmal drücken, und die Türen des kleinen Renners springen auf. Noch mal drücken, und der Motor schnurrt durch. Damit wäre man fast schon am Ziel, fehlt ein letzter Knopfdruck – und zwar am Navi: „Autobahnen meiden“. Denn das bedeutet Kurven fahren, der Schlüssel zum Spaß im kleinen Japan-Porsche!

Seit ein paar Monaten gibt es den Flitzer bei uns in Europa, so richtig rumgesprochen hat sich das scheinbar noch nicht. Der Sportwagen zieht nahezu an jeder Ampel neugierige Blicke auf sich, beim Gasgeben sorgt er zudem für große Ohren. Da steckt einiges drin! 200 PS treffen auf den Asphalt, wenn der Heckantrieb loslegt, ab 5000 Umdrehungen wird es in dem 1,3 Tonnen leichten Gefährt so richtig laut. Fast 230 km/h schafft der Subaru in der Spitze, von null auf 100 km/h braucht die Variante mit dem 2,0 Sechsgang-Sportgetriebe laut Werksangaben 7,6 Sekunden. Alles keine Rekordwerte, aber die stehen ja auch nicht auf der Heckscheibe. Der Japaner macht Eindruck – und viel wichtiger: Laune! Die Gänge lassen sich richtig schön hochziehen, die kurzen Schaltwege machen ein paar schnelle Sätze nach vorn möglich. Und wenn die Stadtgrenzen überwunden sind, lässt es sich durch enge, lang gezogene, hügelige oder auch normale Kurven schön durchflitzen. Für ein gutes Gefühl sorgen dabei die optimal anliegenden Sportsitze, man bekommt sicheren Halt in allen Lagen, auch größere Menschen haben es bequem und können beherzt zugreifen: Das Lederlenkrad liegt gut in den Händen. Auf Bedienelemente wie Lautstärkeregler oder Tempomaträdchen hat man zum Glück verzichtet, das Ruder ist eine ehrliche Sache.

Auch sonst ist innen alles eher überschaubar. In der Mittelkonsole liegen die drei Drehscheiben der Klimaautomatik, das Dreieck für die Warnblinkanlage und eine schlichte Digitaluhr. Darüber noch ein Multifunktionsdisplay für Musik, Telefon und eben Navi – keine ästhetische Glanzleistung, aber ein Manager, der seine Aufgabe erfüllt.

Wichtiger ist der Blick geradeaus zwischen Lenkrad und Windschutzscheibe: Der Fahrer sieht direkt auf den Drehzahlmesser, eher etwas anhänglich links daneben kommt der Tacho. Hier weiß man sofort, worauf es ankommt! Dazu noch ein paar Helferlein in einem kleinen Bordcomputer. Und selbst da gibt es bei rasanter Fahrt auf den ersten Blick keine allzu großen Schockerlebnisse. Der Subaru BRZ verbraucht im Schnitt 8,8 Liter. Das ist für ein Sportfahrzeug mit hohem Spaßfaktor eigentlich okay, ein wenig schmerzt allerdings, dass es 8,8 Liter Superplus sind. Irgendwo hat jeder Spaß seinen kleinen Haken.

Der preisliche ist dafür so klein wie der Wagen selbst. Inklusive Navigationssystem und Metallic-/Perleffekt-Lackierung muss man für den Flitzer 33 165 Euro hinblättern, ein im Vergleich mehr als ordentlicher Preis. Gerade für die, die Spaß an der Fahrfreude haben!

Michael Knippenkötter

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