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Durch den verlängerten Radstand wirkt der Kleine nicht nur sportlicher, er bietet auch innen mehr Platz, das Kofferraumvolumen wuchs um 64 Liter. 

Neue Technik, alter Preis

Suzuki Swift: Japaner-Mini auf Zack

Der neue Suzuki Swift geht an den Start. Mitte Mai soll der Kleinwagen zu haben sein. Neue Technik, alter Preis - so lautet wohl das Motto bei den Japanern. Lesen Sie hier den Fahrbericht.

Konnichiwa – oder auf Bairisch übersetzt: Grüß Gott! Der Suzuki Swift der sechsten Generation steht in den Startlöchern und will mit schicken Formen und aktueller Technik den Kleinwagenmarkt ordentlich aufmischen. Was kann der fesche Japaner? Wir haben’s auf Autobahnen, auf Bergstraßen und in der Stadt ausprobiert.

Neue Front beim Suzuki Swift

Zunächst einmal kann der Swift gut ausschauen. Die neuen Proportionen mit breiterer Spur, Kühlergrill im coolen Retro-Look und der längere Radstand haben seinem Auftritt erkennbar gut­getan. Der 3,84 Meter lange Asiate mit den getarnten Griffen der Fondtüren wirkt bulliger und sportlicher als sein Vorgänger. Vor allem, wenn er wie der Testwagen in der neuen Lackierung Burning Red antritt – die Farbe steht ihm richtig gut.

Die Optik ist das eine Thema. Technik und Nutzwert das andere. Aber auch da punktet der neue Swift, von dessen Vorgängern übrigens in Deutschland knapp 311.000 Stück verkauft wurden. 

Das Raumangebot für Passagiere und Gepäck wurde vergrößert, man sitzt vorne sehr luftig auf gut konturierten Stühlen und auch hinten wird es erst für Passagiere über 1,90 Meter am Scheitel ein bisschen eng. Die Materialien des Innenraums sind kleinwagenmäßig ausgefallen, also nicht übermäßig hochwertig, aber funktional. Sehr angenehm ist der Umgang mit dem 7-Zoll-Touchscreen für die wichtigsten Infotainment- und Kommunikationsfunktionen, auch die Klimatisierung über drei schicke Dreh­reg­ler ist kinderleicht. Einen Riesensprung hat der Kofferraum gemacht – er wuchs um 64 auf jetzt 265 Liter, das ist ordentlich.

Motoren für den neuen Suzuki Swift

Zum Start am 13. Mai bietet Suzuki für den flinken Swift zwei Benzin-Motoren an. Basis ist der 1,2-Liter-Vierzylinder mit 90 PS, darüber rangiert der 1,0-Liter-Dreizylinder, der dank Turbo auf 111 PS kommt und auf Wunsch auch noch eine dezente elektrische Unterstützung mittels zuvor in einem Extra-Akku gespeicherter Bremsenergie bekommt. Der flotte Dreier macht in Kombination mit dem eher sportlich-agil ausgelegten Fahrwerk richtig Spaß, er treibt den Swift in 10,6 Sekunden auf 100 Sachen, erst bei 195 km/h ist Schluss. Wichtiger ist aber, dass der kleine Dynamiker sehr ruhig läuft und aus praktisch jedem Drehzahlbereich gut durchzieht – das macht schaltfaules, spritsparendes Fahren möglich. 

Auf 4,3 Liter Normverbrauch kam der Swift auf dem Prüfstand, in der Realität waren’s knapp sechs Liter – und dabei ging es munter voran. Standard sind Fünfganggetriebe und Frontantrieb, auf Wunsch wird der 1.2 auch mit Allrad und der 1.0 auch mit einer Sechsgang-Automatik angeboten.

Technisch ist der Suzuki Swift auf Zack

Auch technisch ist der Swift auf Zack, er bietet jetzt – meist gegen Aufpreis – etwa einen kamera- und radarbasierten Notbremsassistenten, den Spurverlassenswarner, den adaptiven Tempomat oder den Fernlicht­assistenten.

Suzuki Swift: Im Cockpit geht’s schlicht, aber funktional zu.

Bei den Preisen will sich Suzuki erst Anfang April festlegen, der Einstieg dürfte aber wie bisher beim 1.2 Club bei rund 14.500 Euro liegen, der Aufpreis für den Dreizylindermotor bei rund 1500 Euro.

Das ist der neue Suzuki Swift

Rudolf Huber

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