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Beim Tanken den richtigen Zeitpunkt erwischen. Denn: Preisschwankungen beim Sprit sind nach wie vor groß.

Tipps für Autofahrer

Tanken: Zu diesen Zeiten sparen Sie Geld

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Taktieren gehört beim Tanken dazu. Gehe ich gleich, warte ich ab? Gehe ich vielleicht sogar nachts, da weniger los? Wann und wo Sie idealerweise tanken sollten.  

Es ist ein Phänomen, das Autofahrer auf die Palme bringen kann: Stark schwankende Preise an Zapfsäulen. Dass dies nicht nur gefühlt so ist, sondern der Wahrheit entspricht, bestätigt auch der Jahresbericht des Bundeskartellamts in Bonn. Danach sind die Preisunterschiede auch im Laufe eines Tages nach wie vor groß: Innerhalb einer Stadt kann der Unterschied zwischen dem durchschnittlich höchsten und niedrigsten Spritpreis bei bis zu 30 Cent pro Liter liegen.   

Auch auf eine einzelne Tankstelle bezogen ließen sich immer noch Preisunterschiede um die zehn Cent pro Liter beobachten. Hält man sich aber an ein paar Faustregeln, ist es durchaus möglich, ordentlich Sprit zu sparen.

Wann sollte ich am Besten tanken?

Die ideale Gelegenheit zum Tanken liegt in der Zeit zwischen 18 und 20 Uhr, sagen die Experten. Nachts tanken ist dagegen keine gute Idee. In der Regel sind nur wenige Tankstellen geöffnet, was vergleichsweise hohe Preise nach sich zieht. Erst am Morgen sinken die Preise wieder.

Wo sollte ich tanken?

Laut den Experten des Amtes bleibt die Preispolitik der einzelnen Tankstellen zueinander vergleichsweise stabil: "Günstige" Tankstellen bleiben günstig, "teure" hingegen teuer. Für den Verbraucher heißt das: möglichst auf die billiste Tankstelle festlegen und dabei bleiben anstatt häufig zu wechseln. "Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen", rät der Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt in einer Pressemeldung.    

Höhere Preise in Ferienzeiten?

Es ist Ostern oder eine andere verkehrsreiche Urlaubszeit und plötzlich schnellen die Preise in die Luft? Was früher einmal so war, scheint nun nicht mehr zuzutreffen: "Es gibt keine wesentlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Wochentagen, selbst an Ostern und Pfingsten ist es nicht mehr auffallend teurer als an anderen Tagen", so Mundt weiter.  

Auffällig sei aber, dass an Zapfsäulen ein gewisser Jojo-Effekt bei den Preisen herrsche. An vielen Tankstellen würden die Preise nämlich nicht sukzessive über den ganzen Tag verteilt sinken, sondern zunächst fallen, dann um die Mittagszeit wieder anziehen und schließlich gegen Abend erneut sinken.

Auf Autobahnen "Tankstellen-Apps nutzen"

Einen letzten Tipp, um besonders auf Autobahnen gezielt preiswertere Alternativen anzusteuern, hat das Amt ebenfalls in petto: "Angesichts der besonders hohen Kraftstoffpreise an der Autobahn lohnt es sich für den Verbraucher, Tankstellen-Apps zu nutzen."  

Für den Jahresbericht "Markttransparenzstelle für Kraftstoffe" analysierte das Bundeskartellamt die Kraftstoffpreise für E5, E10 und Diesel an rund 14.750 Tankstellen in ganz Deutschland - und zwar im Zeitraum Anfang Dezember 2015 bis Ende Mai 2016.

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