Ein technisch höchst aufwändiger Zwölfzylinder setzt im 760i neue Maßstäbe:

- Die Krönung von BMW

<P>Der neue 6,0-l ist mit seinen 445 PS zwar nicht der leistungsstärkste Motor seiner Klasse (da hat Mercedes mit mächtigen 500 PS im S600 die Münchner überrascht), doch dafür wartet er mit zahlreichen technischen Innovationen auf. So kommt in dem komplett neu konstruierten Triebwerk neben der bereits bekannten Valvetronic - dabei entfällt die Drosselkappe und die Ventile werden stufenlos elektronisch verstellt - erstmals die Benzindirekteinspritzung zum Einsatz. Im Gegensatz zu anderen Herstellern will BMW damit aber kein Benzin sparen, sondern die Leistung und damit den Fahrkomfort noch weiter steigern. <BR><BR>Das Ergebnis kann sich sehen und auch hören lassen. Bei sanftem Dahingleiten ist der neue Top-Motor praktisch nicht zu hören. Tritt man aber das Gaspedal durch, grollt es vernehmbar von vorne her als akustische Rückmeldung. Das ist so gewollt, denn auch im BMW-Flaggschiff soll der Besitzer Spaß am aktiven Fahren haben. Dementsprechend sind die Leistungsdaten: In 5,5 sek. sprintet das gut zwei Tonnen schwere Auto auf Tempo 100 und bis zur 250-km/h-Marke schiebt der Motor dann weiter deutlich an, bis die Elektronik abregelt. <BR><BR>Das max. Drehmoment von 600 Nm steht bei 3950 U/min zur Verfügung, wobei zwischen 1500 und 6000 U/min immer mindestens 500 Nm anliegen. Die butterweich und nahezu unmerklich schaltende Sechs-Gang-Automatik sowie ein Fahrwerk der Extra-Klasse tragen ebenfalls dazu bei, dass man auch diesen BMW überaus leichtfüßig, handlich und sportlich fahren kann. <BR><BR>Mit einem Durchschnittsverbrauch zwischen 13,4 und 13,6 Liter auf 100 km proklamieren die Bayern für sich, den sparsamsten Zwölfzylinder im Feld der Wettbewerber zu haben. Auch der Krönungs-Siebener wird traditionell über die Hinterräder angetrieben, dem Allradantrieb erteilt BMW hier eine klare Absage. <BR>In der Vollausstattung bietet das Auto verstellbare Einzelsitze im Fond, eine eigene Klimatisierung für die hintere Reihe, Kühlschrank und bei Bedarf diverses Entertainment bis hin zum DVD-Player. </P><P>Das nach wie vor umstrittene I-Drive-Konzept hat jetzt auch im Fond Einzug gehalten. Doch wem das Durchsuchen der einzelnen Menüs für die verschiedenen Funktionen auf dem Bildschirm zu mühevoll ist, kann jetzt vieles auch per Sprachbefehl steuern. Stilistisch und von der Anmutung her wirkt das Interieur sehr hochwertig, kann aber nicht ganz zum neuen VW Phaeton aufschließen, der in Sachen Design und spürbare Top-Qualität neue Maßstäbe setzt. <BR><BR>Für die Sicherheit ist so ziemlich alles an Bord, was machbar ist. So werden etwa die acht Airbags wie auch alle anderen Sicherheitsfeatures nicht von einem Steuergerät ausgelöst, sondern über dezentrale Satelliten, die lokal die ihnen zugeordneten Funktionen steuern. Dadurch sollen sie noch einen Bruchteil schneller reagieren als herkömmliche Systeme. <BR><BR>Äußerlich unterscheiden sich der 760i und Li von den Achtzylindern und den Dieselvarianten vor allem durch einen kleinen V12-Schriftzug an der Seite und eine breitere Niere mit Chromeinlagen. <BR><BR>Unterm Strich ist der neue 760i und Li der beste BMW, den man in München bekommen kann. Mit dem neuen Zwölfzylinder ist man auf der Motorenseite wieder absolut konkurrenzfähig und muss sich weder vor der Mercedes S-Klasse, dem neuen Audi A8 oder dem VW Phaeton verstecken. Das hat natürlich auch seinen Preis: 110 600 Euro will BMW für den 760i haben. Und für die Langversion werden noch einmal 5400 Euro Aufschlag fällig. <BR></P>

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