Der Teenie-Audi

München - Erinnern Sie sich noch an den letzten kleinen Audi? Das war der A2, der vor gut zehn Jahren als höchst innovativer Kleinwagen galt, aber ob seiner gewöhnungsbedürftigen Form und des relativ hohen Preises nie auf hohe Stückzahlen kam und deshalb auch sanft entschlief. Jetzt belebt Audi das Segment wieder neu, geht die Sache aber diesmal anders an. Nämlich sportlich und aggressiv!

Mit der Kleinwagenstudie Metroproject quattro geben die Ingolstädter auf der Tokio Motor Show jetzt schon mal einen realitätsnahen Ausblick auf den neuen A1. Der dort enthüllte Dreitürer misst nach Werksangaben 3,91 Meter und ist damit etwa so lang wie ein VW Polo. Weil der Radstand 2,46 Meter beträgt und die Karosserie 1,40 Meter aufragt, stellt Audi allerdings genügend Knie- und Kopffreiheit in Aussicht. Außerdem soll der Kofferraum 240 Liter fassen. Wie das künftige Einstiegsmodell der Ingolstädter genau aussehen wird, ließ Audi-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler zwar noch offen.

"Doch ich bin mir sicher, dass wir einige Elemente dieser Studie in zwei Jahren am neuen A1 wiedersehen werden", verriet der Herr der vier Ringe in Tokio. Das Design des designierten Mini-Gegners schreibt die aktuelle Formensprache der Ingolstädter fort: Der Kühlergrill ist groß und prominent in Szene gesetzt, die angeschnittenen Scheinwerfer strahlen mit Leuchtdioden, und die in Chrom gehaltenen Bögen über den rahmenlosen Türen lassen den Wagen wie ein Coupé aussehen.

In Fahrt bringt den Metroproject quattro ein Hybridantrieb, der einen 1,4 Liter großen Turbo mit Direkteinspritzung und 150 PS mit einem 41 PS starken Elektromotor kombiniert. Dabei bringt der Benziner seine Kraft über die Vorder- und der Elektromotor seine über die Hinterachse auf die Straße. Gespeist aus einer Lithium-Ionen-Zelle, die an der Steckdose oder mit zurückgewonnener Bremsenergie geladen wird, ermöglicht der unter einer Glasscheibe im Kofferraum verborgene Stromer etwa in Wohngebieten aber auch einen rein elektrischen Betrieb.

Dafür gibt Audi eine Reichweite von 100 Kilometern an. Arbeiten beide Motoren gemeinsam, geht der Verbrauch nach den Angaben aus Ingolstadt um 15 Prozent auf 4,9 Liter zurück. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 112 Gramm pro Kilometer. Dennoch wird der Wagen auch in Sachen Sport den Ton angeben: Laut Audi soll er in 7,8 Sekunden auf 100 Sachen beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h ermöglichen.

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